20. Juni 2015

Sonne, Wind und Segeltuch: die Kurzgeschichte einer Recyclingidee


Ein Sonnensegel sollte heute Nachmittag am Gartenhäuschen befestigt werden und wir sind dabei wahrscheinlich dem Wort "Segel" auf den Leim gegangen,- Herr Freud lässt grüßen! Es gab nämlich Segelwetter mit recht stürmischen Böen!

Wir hatten uns gerade ausgemalt, wie schön es sein wird die heiße Sommerzeit darunter zu genießen, als ein Windstoss das Tuch an der messerscharfen Kante des Regenrohrs entlang streifen ließ und ihm einen Schmiss verpasste, wie dem Studenten einer schlagenden Verbindung. Nun gab es kein Sonnensegel, sondern lange Gesichter, wie man sich vorstellen kann.

Jammern hilft aber nicht, dafür packte mit der Entschluss, das gute Stück zu retten.

Die Idee war ein alter Sonnenschirm, der einerseits nicht mehr ganz funktionstüchtig war und andererseits so gar nicht mehr den Vorstellungen von zeitgemäßem Sonnenschutz entspricht. Kurzerhand trennt ich den Stoff vom Gestänge und schnitt passende Vierecke.




Über die weitere Vorgehensweise mußte ich mir dann schon mehr Gedanken machen und entschloss mich, die dünn gewordenen Stellen beidseitig mit dem Schirmstoff zu verstärken. Aber wie sollte ohne viel Aufwand gelingen, die Stoffteile passgenau aufeinanderzulegen?




Mein kleiner Glastisch im häuslichen Wohnzimmer brachte mich auf die Idee.

Auf der Zeitungsablage unter der Tischplatte installierte ich eine Lampe, auf die Glasplatte legte ich das Segeltuch. Der Schatten des Flickens auf der Unterseite  war deutlich zu sehen. Das Gegenstück ließ sich problemlos, schnell und passgenau aufbringen. Das Übrige war Routinearbeit an zwei regnerischen Nachmittagen.



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