5. Juli 2015

Gartenhopping

Manche, die meine früheren Blogs mitgelesen haben wissen, dass mein Gärtnerinnenherz für drei verschiedene Gärten schlägt. Der größte liegt in einer Gartenkolonie, ein kleinerer gehört zur Wohnung und der dritte und kleinste liegt mitten im Wald.

duftende Terrassenbegrünung, das Gartengeißblatt

Drei Gärten mit unterschiedlichsten Bedingungen, wobei der in der Gartenkolonie die meiste Aufmerksamkeit braucht und nicht nur weil er der größte ist. Im Moment bin ich allerdings dabei, meine Aufmerksamkeit möglichst gleichmäßig zu verteilen.

mein Kolonie-Gartenidyll

Gestern blieb die Quecksilbersäule knapp unter 30° im Schatten, dazu drückende Windstille. Das verlegt die schwedische Ostseeküste in die Tropen. So was ist selten. Allerdings, Mückenangriffe ließen steigende Luftfeuchtigkeit vermuten, ... Wolken, Schwüle, Gewitterneigung, das Rad der Wetterküche dreht sich weiter und dann ... brauche ich mich um das Gießen der Gärten nicht mehr kümmern, irgendwann in den nächsten Tagen!

Die Wetterküche brodelt

Die 35km zum Waldhof sind in weniger als einer halben Stunde geschafft. Die Lichtung, eingebettet zwischen Wäldern, auf dem Abhang einer Inlandsschäre gelegen, brütet immer noch im strahlenden Sommersonnenlicht. Seit es hier Bienenvölker gibt, herrscht mehr Lebendigkeit auf dem kleinen Bauernhof, auch wenn gerade niemand hier wohnt. Bienennahrung sind jetzt hauptsächlich die Wildblumen, die sich hier, nachdem der Wald ausgelichtet worden ist, erneut ansiedeln.

Bienenweide

Die Bienen tun dem Garten gut, dessen kleineren Teil ich bewirtschafte, immer mit einem Blick für das Ganze.
In diesem Jahr sind es Zwiebeln, die nirgends so gut werden wie dort. Keine Ahnung, warum das so ist. Dafür lässt sich die ausgesäte Schwarzwurzel nicht blicken. Zum zweiten Mal übrigens und irgendwie seltsam, dass sie auf dem Beet nebenan nach zwei (!) Jahren doch noch gedeihen.


den Garten im Wald, noch haben ihn die großen Tiere nicht entdeckt :-)

Anders als zu Hause und in der Gartenkolonie wird im Wald das Gießwasser von Hand aus einem Brunnen gepumpt. Keine Wasserleitung, kein Stromanschluß, das sind die Bedingungen im småländischen Wald. Bei der Hitze rinnt dann doch mehr als nur Brunnenwasser.



Kommentare:

  1. Viel, viel Arbeit, alle Achtung! Aber schön. Und sicher recht ertragreich, so zusammengenommen...?

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  2. Zeitweise ist es wirklich viel Arbeit, stimmt! Natürlich gibt es auch etwas zu ernten, das ist erfreulich, denn die meisten Pflanzen habe ich selbst aus Samen gezogen. Die Hälfte der gesamten Gartenfläche sind mehrjährige Blumen, die wenn sie einmal Fuß gefasst haben, wenig Pflege brauchen und das ist dann schon Kür statt Pflicht.

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