26. September 2015

Liebe ist ...

Flugkunst, egal wie das Wetter ist.

Im Spätwinter kann man sie beobachten. Seeadler (nicht nur) über der schwedischen Schärenküste.
Es gibt Bilder die vertraut und anrührend wirken, wenn man menschliche Maßstäbe zugrunde legt.
Es bedarf dann keiner weiteren Worte mehr














mehr Himmelbilder gibt es immer samstags bei Katja und "In Heaven"

20. September 2015

Stille.

Über den Sternen herrscht die Stille, in der unermeßlichen Weite des Alls, furchteinflößend, weil unbe-greiflich. Der Verstand sucht nach den Sternen zu greifen, sie zu messen, zu ermessen. Aber jede Antwort wirft neue Fragen auf.......

.... Uni-versum, wer weiß? Multi-versum, warum nicht! Was, wenn es einige, viele, unzählige .... versen nebeneinander gibt. Je größer All-es ist, desto kleiner wird der Mensch. Am Ende fällt er auf sich selbst zurück, denn ...

in seinem Inneren ist er Zuhause.

Wer die Stille über den Sternen sucht, muss sie zuerst in sich selbst finden.



Inseln unter Sternen - Schärenlandschaft bei Nacht (Schweden)



Vor den Toren der Stadt, Sternenbewegung um den Polarstern



Ein Ehepaar am Himmel: das "W" der Kassiopeia und Kepheus


18. September 2015

Gartengenüsse: Kresse, Kohl und Kürbis

So nach und nach leeren sich die Beete. Das Ende des Gartenjahres rückt unübersehbar näher. Nach der fast unüberschaubaren Fülle des Sommers heben sich jetzt Details hervor, für die man den grünen Blattdschungel "liften" muss.

Klein und fein wächst der Rosenkohl an den Blattansätzen dem Frost entgegen, den er für die Erntereife braucht. Im Gewächshaus röten die Tomaten in moderatem Tempo; schön eine nach der anderen.

Die ausufernde Art der Kürbisgewächse hat dem Hokkaido viel Platz verschafft. Ganz ideal war sein Standort nicht oder war es zu wenig Sonne und zu wenig Wasser. Nur drei Kürbisse hatten bisher die typisch orange Farbe, viele blieben gelb ... sie haben kaum mehr eine Chance ganz reif zu werden. Aber als Deko eignen sie sich doch!

Die Kapuzinerkresse blüht üppig. Sie hat schließlich das gesamte Kohlrabibeet in Beschlag genommen, sich um den Lauch gewunden und ist an einer Tomatenstütze emporgewachsen. Sie darf das, beim ersten Frost ist alles vorbei!

Der Grünkohl fand seinen Platz in diesem Jahr unter der Vogelbeere. Und weil Singvögel, wie kleine Kinder, nicht warten können, bis die leckeren Beeren ihnen den Winter überleben helfen, fallen viele kleine Kügelchen zwischen die groben Blätter des Grünkohl und bleiben dort hängen.

Kleine Geschichten zu kleinen Dingen, noch ist der Garten voll davon!


Eis Kohl am Stiel





eine Ampel im Gewächshaus



Hokkaido 



am langen Bändel, Samen der Kapuzinerkresse



Grünkohl als Vogelbeerversteck

16. September 2015

Bienenwachs-Teelichte selber gießen

Vor einiger Zeit gelangte ein Block reinen Bienenwachses in meine Hände. Bienenwachs ist vielseitig verwendbar. Letztes Jahr war es eine Zutat in meiner Ringelblumensalbe. Da ich noch genügend Ringelblumensalbe habe, für die man gar nicht so viel Bienenwachs braucht, wollte ich etwas anderes Nützliches daraus herstellen.


Vom Gedanken "Wachs", zur Idee "Kerze", ist nur ein kleiner Schritt. Schließlich fiel die Wahl auf Teelichte, ein vielbenutztes Haushaltsutensil, das meist aus dem Rohölprodukt Stearin produziert wird.

Kerzengießen fand ich von jeher eine interessante Sache. Ich hatte mich früher schon damit beschäftigt und wollte damals unbedingt aus Kerzenresten neue Kerzen herstellen. Es gelang, aber die Kerzen brannten nicht besonders gut. Da lernte ich bereits, dass der Docht im richtigen Verhältnis zur Kerzengröße stehen muss. Bei Bienenwachskerzen muss er noch dazu rund sein.


Die Kerzensache geriet in Vergessenheit,- bis neulich. Anfangs fand ich etliche Anleitungen über das Teelichte-Gießen und wußte auch bald, was dazu gebraucht wird. Ein Lieferant aus deutschen Landen war schnell gefunden und ich bestellte, neben einigen anderen Utensilien, Dochte.

Alubecher für die kleinen Lichter kann man sammeln. Ich musste mir erst einmal anders behelfen, bevor ich auf Gesammeltes zurückgreifen konnte.

Dazu habe ich vorhandene Stearin-Teelichte aus ihren Alubechern gezogen. Die leeren Becher habe ich dann für die Bienenwachs-Teelichte verwendet. Die becherlosen Stearin-Teelichte stecke ich nach und nach in die Alubecher aufgebrauchter Stearin-Teelichte. Alubecher sind durchaus mehrfach verwendbar. Das spart Ressourcen und Geld.


Bienenwachs schmilzt man am besten im Wasserbad. Dazu habe ich mir ein kleines Milchkännchen gekauft, das im Second-Hand-Laden für 5 Kronen zu haben war, das sind umgerechnet 60 Cent.


Ein alter Käsehobel wurde zweckentfremdet und mit ihm feine Späne vom Wachsblock abgeschabt. Das geht sehr gut und gewährleistet ein schnelles Schmelzen des Wachses.

Schließlich kam dann noch doppelseitiges Klebeband zum Einsatz. Mit je einem kleinen Viereck klebte ich die Metallhülse mit Docht in die Mitte des Bodens eines Alubechers. Das hilft, den Docht beim Einfüllen des Wachses an Ort und Stelle zu halten.






Dann .... braucht man nur noch eine ruhige Hand zum Gießen.



15. September 2015

11. September 2015

Schönfärberei mit Eichenrinde und Tee

Der erste Wollstrang soll eingefärbt werden. Bei der Auswahl der Pflanzenfärbungen hat man im Frühherbst noch die Qual der Wahl. Die einfachste aller Varianten, aber aus anderem Grund, war: Eichenrinde. Ich hatte sie für medizinische Zwecke in der Apotheke gekauft. In der Zwischenzeit ist das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen. Als Färbemittel taugt sie aber noch wunderbar.

Die Rinde ist bereits zerkleinert. 200gr werden über Nacht in 2l Wasser eingeweicht und am folgenden Tag auf dem Herd erhitzt.

Dazu legt man die Wolle ein, die sich mit erwärmt und dann nicht filzt. Auf 70 Grad färbt die Flotte (das ist das Färbebad) nun vor sich hin. Ab und zu soll die Wolle mit einem Holzstab durch die Färbeflotte gezogen werden. Die Eichenrinde lässt sich später im trockenen Zustand aus der Wolle ausschütteln.


Jetzt überlasse ich erst mal die Wolle in ihrem Bad, ein paar Stunden lang. Über Nacht kühlt das Ganze ab. Am nächsten Morgen bin ich auf das Ergebnis gespannt. Der erste Blick zeigt, es sieht gut aus.

Die Wolle wird gespült, bis das Wasser klar ist. Ins letzte Spülwasser kommt ein Schuss Essig, um die Farbe hervorzuheben. Und das hier ist das Ergebnis: VORHER - NACHHER




Beflügelt vom Ergebnis der ersten Färbung überlegte ich, womit ich, dazu passend, den zweiten Wollstrang färben könnte. Die Antwort war: "Tee".

Ich nahm neulich erstandenen Tee, bei dem ich mir schließlich nicht sicher war, ob er meinen Vorstellungen von einem gesunden Lebensmittel tatsächlich entsprach. Ich köchelte etwa 200gr des trockenen Krautes in 2l Wasser etwa eine halbe Stunde, ließ das Kraut im Sud erkalten. Dann seihte ich das Kraut ab, goß wieder auf zwei Liter Flüssigkeit auf und legte den Wollstrang in das noch kalte Färbebad.

Dann erwärmte ich langsam auf Siedetemperatur, ließ das Ganze auf 70° herunterkühlen (Elektroherd, geschlossener Deckel, Stufe 1) und zog die Wolle mit einem Holzlöffel von Zeit zu Zeit durch die Färbeflotte (das gewährleistet eine gleichmäßige Färbung).

Nach einer guten Stunde ließ ich das Ganze abkühlen.

Der Wollstrang wurde solange gespült, bis klares Wasser zum Vorschein kam. Dem letzten Spülgang gab ich wieder einen Schuss Essig bei.

Voilà



6. September 2015

Wenn die Chemie stimmt!

Gestern war für kurze Zeit die Chemieküche geöffnet. Es ist ja spannend, wenn Reaktionen zu erwarten sind, in diesem Fall: aufschäumende!

Kurzum, ein Teil meiner selbst versponnenen Wolle sollte gebeizt und für das Färben mit Pflanzenfasern vorbereitet werden.

Die Beizflüssigkeit habe ich nach einem Rezept im Netz hergestellt. Einige der fünf Zutaten bereiteten von Anfang an "Kopfschmerzen", nicht wegen ihrer Gefährlichkeit, sondern weil es in anderen Ländern andere Anlaufstellen für den Einkauf gibt, wenn überhaupt. Das muss man erst wissen.

Die einfachste der fünf Zutaten ist sauberes Regenwasser. Genauer konnte mir der Himmel da seine Wasserschleusen nicht öffnen, es begann zeitgleich mit dem Experimant in Strömen zu regnen und das Fallrohr der Dachrinne liegt um die Ecke! Um Nu war das Wännchen gefüllt.

Soweit, so gut, aber es bedurfte einiger Umständlichkeiten kalziniertes Soda und Alaun aufzutreiben. Hier heißt es: "Gewusst wo!"

Essigessenz und Weinsäure fanden sich im Supermarkt, Alaun in der Apotheke und für das kalzinierte Soda bin ich dann mal eben 70km einfach gefahren, nicht ohne mich vorher zu vergewissern, dass es in dem Geschäft für Handwerker- und Bauartikel vorrätig ist.

Die Flüssigkeiten wurden erst in zwei verschiedenen Behältern angerührt und schließlich vorsichtig, mit Herzklopfen, zusammengeschüttet, mit 10gr Weinsäure angereichert und mit Regenwasser zu fünf Litern Beize aufgegossen. Das war die Kunst, die schließlich keine war. Die Werkelei fand sicherheitshalber auf der Terrasse statt.

Am Ende habe ich drei Wollstränge in das Beizbad gelegt. Und da liegen sie nun für einen ganzen Tag.




FORTSETZUNG  FOLGT ......


5. September 2015

Lieber spät Sommer ...

... als früh Herbst! ;-)

Ist es schon so weit? Der August war für mich ein Monat der besonderen Art. Von jetzt auf dann hieß es Koffer packen und in die alte Heimat reisen. Dort wurde dringend unsere Unterstützung gebraucht. Ein paar fotografische Eindrücke, die den Monat August neben unangenehmen Dingen auch ausgemacht haben.

Die Ausnahmetemperatur (37° im Schatten) nahm den Rosen in Mutters Garten die Farbe.


Im Botanischen Garten ganz in der Nähe wurde fleißig gegossen. Und der Froschkönig sprudelte auch noch TRINKWASSER!


Auf dem Rückweg in den Norden verließ uns die Sonne auch nicht und so gelangen einige Schnappschüße auf einer eigentlich nicht vorgesehenen Fahrt.


Zurück in der Wahlheimat ergatterten wir noch die "letzten Sonnenstrahlen", bevor es anfing zu regnen.

In schneller Folge kam dann Regentag um Regentag, mit sonnigen Einsprengseln. Ein paar
Eindrücke des Monats August und zuletzt ein Bild das aussieht wie Herbst, aber keiner ist, denn hier an der Ostküste Schwedens hat es im August sehr wenig geregnet und das haben die Laubbäume mit gelben Blättern quittiert.



Das Blätterbild reihe ich ein in die Fotos bei "In Heaven" von Raumfee Katja.