16. September 2015

Bienenwachs-Teelichte selber gießen

Vor einiger Zeit gelangte ein Block reinen Bienenwachses in meine Hände. Bienenwachs ist vielseitig verwendbar. Letztes Jahr war es eine Zutat in meiner Ringelblumensalbe. Da ich noch genügend Ringelblumensalbe habe, für die man gar nicht so viel Bienenwachs braucht, wollte ich etwas anderes Nützliches daraus herstellen.


Vom Gedanken "Wachs", zur Idee "Kerze", ist nur ein kleiner Schritt. Schließlich fiel die Wahl auf Teelichte, ein vielbenutztes Haushaltsutensil, das meist aus dem Rohölprodukt Stearin produziert wird.

Kerzengießen fand ich von jeher eine interessante Sache. Ich hatte mich früher schon damit beschäftigt und wollte damals unbedingt aus Kerzenresten neue Kerzen herstellen. Es gelang, aber die Kerzen brannten nicht besonders gut. Da lernte ich bereits, dass der Docht im richtigen Verhältnis zur Kerzengröße stehen muss. Bei Bienenwachskerzen muss er noch dazu rund sein.


Die Kerzensache geriet in Vergessenheit,- bis neulich. Anfangs fand ich etliche Anleitungen über das Teelichte-Gießen und wußte auch bald, was dazu gebraucht wird. Ein Lieferant aus deutschen Landen war schnell gefunden und ich bestellte, neben einigen anderen Utensilien, Dochte.

Alubecher für die kleinen Lichter kann man sammeln. Ich musste mir erst einmal anders behelfen, bevor ich auf Gesammeltes zurückgreifen konnte.

Dazu habe ich vorhandene Stearin-Teelichte aus ihren Alubechern gezogen. Die leeren Becher habe ich dann für die Bienenwachs-Teelichte verwendet. Die becherlosen Stearin-Teelichte stecke ich nach und nach in die Alubecher aufgebrauchter Stearin-Teelichte. Alubecher sind durchaus mehrfach verwendbar. Das spart Ressourcen und Geld.


Bienenwachs schmilzt man am besten im Wasserbad. Dazu habe ich mir ein kleines Milchkännchen gekauft, das im Second-Hand-Laden für 5 Kronen zu haben war, das sind umgerechnet 60 Cent.


Ein alter Käsehobel wurde zweckentfremdet und mit ihm feine Späne vom Wachsblock abgeschabt. Das geht sehr gut und gewährleistet ein schnelles Schmelzen des Wachses.

Schließlich kam dann noch doppelseitiges Klebeband zum Einsatz. Mit je einem kleinen Viereck klebte ich die Metallhülse mit Docht in die Mitte des Bodens eines Alubechers. Das hilft, den Docht beim Einfüllen des Wachses an Ort und Stelle zu halten.






Dann .... braucht man nur noch eine ruhige Hand zum Gießen.



Kommentare:

  1. Kerzengießen habe ich im vergangenen Jahr mit meinen Kindern gemacht. Allerdings haben wir den Wachs in kleine Marmeladengläschen gefüllt. Ich war überrascht, wie aufwendig alles war.
    Liebe Grüße an dich.

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  2. Ja, aufwendig ist das "freie Kerzengießen" wirklich, Teelichte jedoch deutlich weniger. Behältnis, Dochte, Wachsmenge sind da genau vorgegeben.
    Abgesehen von all dem empfinde ich es selbst als Leserin wohltuend, wie spannend, lehr- und abwechslungsreich ihr zu Hause Eure Freizeit gestaltet.

    Herzlich
    Beate

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