14. Dezember 2015

Apfel, Nuss und Mandarinen ...

... heißt es in diesen Tagen.


Nach allen Unwägbarkeiten unterwegs komme ich allmählich zur Besinnung. Es ist ein willkommenes Gefühl, wenn sich die inneren Antreiber beruhigen und das Leben wieder dem
Dahinfließen folgt.

Und eigentlich gibt es für das Ankommen nichts Besseres, als die Beschäftigung mit den Traditionen.


So schrieb ich schon vor sieben Jahren in meinem Blog "Von Wegen einfach", als wir im Advent 2008 in unsere Wahlheimat zogen: "Ankommen im Advent" ...

Längst sind die Gepflogenheiten der Wahlheimat selbstverständlich, auch wenn die Umstellung jedes Mal ein paar Tage dauert. Längst suche ich mein Heil darin, mit Kleinigkeiten "den Weg zum Fest" zu finden, den Weg zum Licht: Vier Kerzen, die für mich der Ausdruck für Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut sind.

Die Adventszeit - Dunkelzeit, ich frage mich schon lange, wer wohl daran dachte, die Häuser unserer Stadtrand-Siedlung  s o  zur Wintersonne auszurichten: Am Vormittag schleicht eine Sonnenhälfte



entlang der Dachfirste der Häuser gegenüber, bleich und müde zwar, aber sie ist zu sehen. Dass das der Tieststand der Sonne ist, bemerkte ich erst im Laufe der Jahre. Kurz nach Mittag verschwindet die Sonne hinter Bäumen und bald auch unter dem Horizont. Aber, ab da geht es wieder aufwärts, denn ...

an Weihnachten ändert sich die Lage, dann leuchtet der Hoffungsschimmer in Form des Weihnachtsbaumes und der langsam länger werdenden Tage.


Gestalten ist meditatives Tun. Schmuck findet sich gleich vor meiner Tür: Kiefernzweige, Tannenzapfen, Äpfel,- Naturgeschenke. Die vier roten Stumpenkerzen habe ich aus Deutschland mitgebracht. Sie stehen in einem ehemaligen Brotkorb für Baguette. Der übrige Platz wird mit den Zweigen, Zapfen und Äpfeln ausgefüllt.


Und nur ein paar Minuten mehr kostet es, aus duftenden Mandarinenschalen das Zeichen der lichtvollen Liebe auszustechen, dem Mittelpunkt allen Feierns und dem Ziel aller Hoffnung.




Kommentare:

  1. Liebe Beate,
    nun hab ich dich doch wiedergefunden - du machst es ja spannend und wechselst immer mal wieder den Ort bzw. den Blog! Ich hab mich gefreut, dass du mein "Auftauchen" gleich bemerkt hast, und werde mich in der nächsten Zeit (na ja, sagen wir mal nach Weihnachten...) noch ganz genüsslich durch die "Momente" durchlesen.
    Hab eine gute Woche, back home,
    Brigitte

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  2. Liebe Brigitte,
    nein, nein umgezogen bin ich nicht schon wieder. Du hast mir hier sogar schon einige Aufmerksamkeit mit Deinen Kommentaren geschenkt, u.a.bei "Botanik wortverspielt", das Gartenfleißblatt.
    Aber lassen wir Vergangenes und machen etwas aus der Gegenwart, dann, wenn Du endgültig zurück bist, back home, nach Weihnachten ;-) und eben da und nirgendwo sonst, einfach so und ich freu mich.
    Beate

    Mir kam, intuitiv, der Gedanke "Konzertreise".... ohne Erklärung, versteht sich :-)

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  3. Liebe Beate
    es ist ein schönes Gefühl an gekommen zu sein wieder in deinem Zuhause zurück und das Advent so zu sehen aber doch ein Stück aus deiner früheren Heimat was mit zu bringen wie die Kerzen
    Die Häuschen sind ja so goldig das ist Schweden wie es ich mir es nur erahnen kann. und es braucht um vieles zu bemerken auch nachdieser Zeit deines neuen Heimat
    Dein Posting hat ein wunderbarer Klang der Weg zum Advent mit deinen Bildern die so liebevoll ausgesucht wurden um es zu bestätigen an gekommen wieder zu sein!
    Ich wünsche dir noch schöne Momente in dieser Adventzeit!
    Lieben gruss Elke

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