11. Dezember 2015

Die Dosis macht das Gift

"Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist".

Dies wusste Theophrastus von Hohenheim (geb. 1493), besser unter dem Namen "Paracelsus" bekannt (Wiki). Und wer könnte dem nichts hinzufügen, über die geläufigen "weißen Gifte" Zucker und Salz, deren Auswirkungen, je nach Menge, allzu bekannt sind?

Jeder ist mit dem Problem konfrontiert, die Menge von Allem zu bestimmen. Wieviel wovon darf tagtäglich auf uns als Individuum einwirken? Die Frage schließt auch Dinge ein, die uns nicht als Nahrungsmittel dienen und auf die wir keinen direkten Einfluss haben.

Das kleine Wörtchen "zu" spielt die Hauptrolle. Nicht nur das "Zu-viel", sondern auch das "Zu-wenig" kommt als unverträgliche Dosis in Frage. Es ist schwierig, die Balance zu halten und in letzter Konsequenz bedeutet es für jedes Individuum "Gedeih oder Verderb".

Ganz so tragisch wird es wohl in unserem Fall nicht sein ... .

Da flatterte während unserer Abwesenheit ein Schriftstück mit roter Riesenüberschrift "Radonmätning" ins Haus. Demzufolge sollte eine von der Gemeinschaft bestimmte Firma Messungen in den Wohnräumen vornehmen. Die Nachricht über die Maßnahme kam per Telefon. Ein Freund leert in Abständen den Briefkasten, damit wir auf dem Laufenden sind.

Radon, ein radioaktives, geruchloses Gas, das unter anderem in felsigem Boden vorkommt (Wiki), reichert sich in geschlossenen Räumen zu einem unverträglichen Luft-Gas-Gemisch an. Schlecht für die Lungen! Als wir die Wohnung kauften, wußten wir über die Radonproblematik Bescheid und besorgten uns ein eigenes Meßgerät.

Nun entdeckten die Stadtväter, dass wir, mit unserem Binnensee gleich nebenan, eine attraktive Wohngegend hätten und gaben das Gebiet bis zum See als Baugebiet frei.

Hier in Schweden sitzen wir alle sozusagen auf Felsen. Fast immer muss der Untergrund gesprengt werden, bevor gebaut werden kann. Die Folge sind Haarrisse im Gestein, entstanden durch die Schockwellen der Sprengungen, aus denen dann das Edelgas austreten kann. Technische Sanierungsmaßnahmen müssen das Gas ableiten.

In feiner Dosierung aber und mit Wasser vermischt ergibt sich eine heilende Wirkung. Und dann könnte man ja die Stadtväter (mit einem Augenzwinkern versteht sich) überreden, ein Kurbad nach oberfränkischen Vorbild ins Leben zu rufen. Ungefähr wie auf dem Bild unten. Wir werden also sehen ... ;-)




Kommentare:

  1. Interessant was so alles gibt nah da bin ich mal gespannt was da wohl raus kommt!
    Schönes Wochenende wünsche ich dir!
    Lieben Gruss Elke

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  2. Davon habe ich noch nie vorher gehört. Interessant.
    Liebe Grüße
    Andrea

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