27. Dezember 2015

"Reden wir mal über's Wetter"

Kaum zu glauben, aber es schneit. Es reicht aus, die Wege weiß und schlüpfrig zu machen. So wie steter Tropfen den Stein höhlt, ergeben viele Flocken eine geschlossene Schneedecke, dort wo es flach und eben ist. Das braune Herbstlaub bekommt gnädigerweise einen weißen "Zuckermantel". Wir dürfen uns in Schweden vielleicht auf etwas hellere Nächte freuen, wenn der Schnee liegen bleibt.



Zugegebenermaßen ist es eine kleine Überraschung, denn vorhersagemäßig war da nichts in Sicht. Und eigentlich mag ich dieses innere Spiel "Winter oder Nichtwinter", nicht mehr mitmachen. Es kommt, wie es kommt.

Als Bienenfreundin ist es mir jedoch nicht ganz egal. Aus gegebenem Anlass, die Bienen flogen bis vor einigen Tagen, also im Dezember, tatsächlich noch im Garten, habe ich mich konsequenterweise, vorerst gedanklich, um natürliche Futterquellen gekümmert. Die natürlichste aller Futterquellen sind Blüten. Und da beginnen die Geister "quer zu fühlen", denn Winter - Schweden - Blüten scheint auf den ersten Blick wie die Quadratur des Kreises.

Blicken wir jedoch auf die vergangenen Wochen, so ist das Ansinnen gar nicht mehr so absurd. Es war so warm wie noch nie, das können sicher viele bestätigen. Meine Idee war, Winterblüher zu setzen. Das Wort ist selbsterklärend.

Da ich meist auf deutschsprachigen Internetseiten recherchiere, gibt es einige Faktoren mehr zu berücksichtigen.

In Schweden werden Pflanzen nach sogenannten Vegetationszonen verkauft. Wir wohnen gerade noch (weil am Meer) in Zone 1. Ein paar Kilometer landeinwärts beginnt Zone 2 bereits. Dort sind die Temperaturunterschiede Sommer/Winter größer. Die Aufgabe ist also, eine winterblühende Pflanze zu finden, die das Schwedenklima verträgt.

Es geht mir darum den bestäubenden Insekten, wenn sie denn durch anhaltende Wärme nach draußen gelockt werden, Nahrung anzubieten, die quasi per eingebauten Knopfdruck (=Wärme) zur Verfügung steht. Überraschenderweise gibt es da etwas.

Japan, das durch seine langgezogene Nord-Südlage über mehrere Klimazonen verfügt, bietet Möglichkeiten. Und so fremd, wie man meint ist die Hamamelis japonica, auch bekannt als Zaubernuss, den meisten von uns nicht mehr. Aber sie ist eine echte Hilfe, wenn es um das Überleben der Bienen in dem sich ändernden Klima geht.




Kommentare:

  1. Hallo Beate,

    schön, dass es bei Dir schneit. Wir sind hier mit 10° noch weit entfernt von der weißen Pracht, aber ich denke auch bei uns kommt der Winter auch noch. Ich wünsche Dir viel Erfolg mit den Winterlichen Pflanze.

    Viele Grüße
    Nachtfalke

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  2. Hej Nachtfalke,

    die Schneedecke ist schon auf etwa 3cm Stärke gewachsen und kein Ende in Sicht. Mit den Winterblühern bin ich selbst gespannt, denn in Schweden kann das mit dem Einkauf schwierig werden. Morgen geht es erst mal in die Gärtnerei. Ich schicke Euch dann mal etwas weiße Pracht an die Nordsee.

    Grüße
    Beate

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    1. Danke, bin gespannt wann sie hier ankommt.
      VG Nachtfalke

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  3. Liebe Beate - Schnee, wie schön.
    Ich wohn gar nicht so weit weg vom Nachtfalken - also kein Schnee bei uns, aber wie du schon schreibst "es ist wie es ist".
    Ich sehe hier blühende Rosenbüsche, auch eine Zierpflaume steht in voller Pracht.
    Nur Bienen hab ich nicht gesehen.
    Dir alles Liebe
    Heidi

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