31. Januar 2016

Svensson&Svensson - der 12tel Blick #1

Vor rund 15 Jahren verdichtete sich die Idee, irgendwann einmal für ein Jahr nach Schweden zu gehen. Sprachkenntnisse mitzubringen, ist immer von Vorteil und so startete ich mein Projekt damit, mir Schwedisches Fernsehen ins deutsche Wohnzimmer zu holen, da ich keinen Sprachkurs in der Nähe fand. So konnte ich außerdem das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Auf diese Weise wurde ich mit der Vorabend-Serie "Svensson och Svensson" bekannt. Ich war natürlich nicht in der Lage den Familienunterhaltungen zu folgen, mit der Zeit jedoch hörte ich einzelne Wörter heraus, die ich enthusiastisch im Lexikon nachschlug.

Eines der ersten Wörter war: "TYST!" (= "ruhig!"), am Ende des Vorspanns zu hören. (ich kann leider nicht garantieren, dass der Film aufgrund von "Copyrights" überall aufgerufen werden kann!) 

Was ich heute erst gemerkt habe: "Die Reihenhaussiedlung, in der ich wohne, sieht der aus der Vorabendserie sehr ähnlich."

Mein 12tel Blick für dieses Jahr also: direkt vor der Haustür. Heute: Sonntagmorgens um sieben


30. Januar 2016

Flug - Linien



Über der Ostküste Schwedens verläuft eine der Hauptflugrouten nach Asien. An wolkenarmen Tagen zeichnen sich, je nach Windrichtung die sonderbarsten Linien am Himmel ab. Manchmal treiben sie ihr Spiel mit dem Mond.







der Linienhimmel ist verlinkt mit "In Heaven" der Raumfee Katja

28. Januar 2016

Glücksmomente mit der Kamera #6 - der Schönste im Land?

Gestern. Die Bucht ist noch großflächig vereist. 


Dutzende Wasservögel tummeln sich neben eisfreien Stellen.


Den Hinweis bekommen wir von Freunden. "Habt ihr IHN schon gesehen?". Keine Gans, kein Schwan, nein, eine Stockente oder noch besser, ein Stockerpel!


 Seine Partnerin nebenan, ob sie gemerkt hat, dass er anders ist?
Sie kennt ihn wohl schon eine ganze Zeit und hat sich daran gewöhnt.



ER ist immer noch erstaunt von seinem weißen Spiegelbild. Oder fassungslos?

26. Januar 2016

"UFO" gesichtet!

Das UF-O Thema hat mich gepickst! Wie gut lassen sich doch solche unwichtigen Dinge verdrängen, wenn es nicht Situationen gäbe, wie den Beitrag im Blog "amselgesang" . Da kam die Frage von mir an mich: "War da nicht was?"

Seit sich also das Thema bei mir in den Vordergrund gespielt hat, bin ich bekennende UnFertige-Objekte - Besitzerin.

Menschen sind ja meisterhafte Verdrängungskünstler. Ich hatte da statt einem sogar zwei UF-O's liegen, "schön versteckt" in einem chinesischen Porzellanübertopf, den ich zu einem Hocker umfunktioniert habe und dessen Innenraum schon lange als UF-O - Parkplatz dient.



Die UF-O's sind zwei Herrenpullover, von denen es einer nie in den Kleiderschrank geschafft hat. Der andere hatte zwar seine Zeit als Pullover schon, war aber als reparaturbedürftig im UFO-Topf gelandet, um dort einem, bisher nie erfolgten, Tatendrang entgegen zu sehen. Ich hatte versprochen den Pullover irgendwann zu reparieren.

An einem Abend in der vergangenen Woche war es soweit. Der Unterschied zu sonst: Mir erschien der Arbeitsaufwand plötzlich gering. Im Moment war mir klar, was genau zu tun war. Der dunkle, blaugrüne Pullover wies ein Loch knapp überhalb des vorderen Bunds auf. Ich habe vor das Gestrickte ab da abzutrennen und einen neuen Bund, etwas breiter, anzustricken.



Es ist übrigens ein Lieblingspullover meines Mannes, keiner für Ausgehzeiten, sondern für die Zeit in Wald und Garten.




24. Januar 2016

Der Reiz des Vergänglichen

Die Art Fotografie subsummiere ich auch unter "Schlechtwetter-Fotografie". Zuhause geht mein erster Strauß Tulpen, die Blume, die ich in allen Varianten mag, gerade den Weg alles Irdischen.

Die Entdeckung der Motive setzt meine innere Ruhe voraus. Nur dann habe ich die Chance, dass das Auge "angesprochen", mein Interesse geweckt wird.

Tulpen sind der Inbegriff des Frühlings und ich verbinde damit Helligkeit, Leben und Freude. Die Schönheit liegt im Blütenblatt. Nun zieht es sich mangels Feuchtigkeit zusammen, verändert Form und Farbe. Bei aller Veränderung bleibt es eine Tulpe, an der so Manches schön ist, bis zuletzt.











23. Januar 2016

Ausblick: Buchweizenexperiment - Teil 1 -

In die Sonne blinzeln musste ich gestern, als ich, gegen das Licht, Fotos des makellos blauen Himmels und der glitzernden Eiskristalle machte.




Nicht lange danach bezog sich der Himmel und die aufkommende wärmere Luft hatte bald den Zauber der Eissterne hinweg geschmolzen. Zeit, dem See den Rücken zu kehren und sich anderen Dingen zu widmen.


Ende Januar beginnt nämlich die Arbeit am Garten.

Einerseits ist es früh genug, nicht unter Druck zu geraten, andererseits ist die leise Ungeduld meines Gärtnerherzens im Spiel.

Der Einstieg ist geschafft, wenn der frisch gezeichnete Gartenplan mit der aktuellen Jahreszahl vor mir liegt und darauf wartet, die neue Anordnung der Pflanzen festzuschreiben. Klima, Boden und Pflanzeneigenschaften liefern die Puzzleteile für die Planung.

Ausgeklügelte Systeme beruhen auf Erfahrungen ganzer Gärtner-Generationen. Das Ziel war zu jeder Zeit eine erfolgreiche Ernte, heute ist es für mich auch das Arbeiten im ökologischen Sinn.

Besonders angetan hat es mir die natürliche Erhaltung der Nährstoffe im Boden. Fruchtwechsel und die Berücksichtigung des Vier-Jahres Zyklus spielen eine Rolle. Hier werden die Pflanzen in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer eingeteilt. Im vierten Jahr bekommt der Boden eine Gründüngung zur Erholung.

-Gründüngung-, das war das entscheidende Wort für mich. Und so suchte ich eine Pflanze, die für die Anforderungen des nordischen Klimas, den sandigen Boden und die Bienenprojekte der Umgebung passend schien. Das sind viele Faktoren. Ich wurde beim Buchweizen fündig und habe die Pflanze zu meinem Gartenprojekt erklärt.

Spannend dieses Gras, das als Pseudo-Getreide gilt, selbst anzubauen. Es ist ein wenig mehr "know how" und ein kleiner Schritt hin zu einem unabhängigeren Leben.




22. Januar 2016

Schlittschuh-Langlauf


Eis bis zum Waldhorizont, den Schlittschuhen freien Lauf lassen, wenn man den Kopf frei davon bekommt, mehrere Meter Wasser unter sich zu haben. "Das Wetter hätte sein sollen, wie am Tag vorher", lenkt die innere Stimme ab und will eigentlich sagen: "Bleib lieber weg vom Eis!"

"Långfärdsskridskor", ein Wort dessen Gebrauch für mich immer noch Mundmuskelakrobatik bedeutet und dessen Technik in der Durchführung Muskelkater in den Beinen garantiert. Aber das alles trägt ein Stück Befreiung in sich. Kopf und Körper schauen "über den Tellerrand", das ist mein Gefühl.



Soweit wie möglich ist für die Sicherheit gesorgt: Rettungsseil, Trillerpfeife, Eiskrallen, ein paar Verhaltensregeln und ein 10cm dicker Eispanzer. Das Eis hat Ähnlichkeit mit einem Waschbrett, ist aber sonst gleichmäßig und ohne Bruch und Kante. Aber auch hart wie Beton. Erste Annäherungsversuche:




Dann ziehen die Wolken vorüber und nehmen die dunklen Gedanken mit. Und wieder stellt sich die Euphorie ein, die ich damals kennengelernt habe, als das erste Mal ein ganzer See zum Eislaufen vor mir lag.



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Eiszeit:  Zwei Seen, drei verschiedene Tage






















21. Januar 2016

Bin im Garten!

Während die allermeisten daheim im warmen Wohnzimmer Hochglanzprospekte von Gartencentern durchforsten, auf der Suche nach dem Clou für die neue Saison, habe ich mich in mein Wintergarten-Paradies aufgemacht. Hier blühen jetzt auch die Blumen, halt andere!


Das Gartenhäuschen wurde vor zwei Jahren so ausgestattet, dass es jederzeit möglich ist, sich darin stundenweise aufzuhalten. Im Winter betreiben wir einen Gasofen, der die 10qm in Null-Komma-Nix auf wohlige +18 Grad aufwärmt, die man als wohltuend empfindet, wenn es draußen -5 Grad und weniger hat. Das dauert je nach Außentemperatur ungefähr 1 Stunde.






Derweil lockte die Sonne zu einem Streifzug durch den verschneiten Garten. Die Idee kam heute ganz spontan. Ein bißchen dazu beigetragen hat das herrliche Winterwetter, das Augen und Seele verwöhnt. Der körnige Schnee verwandelt die Flächen, auf denen sonst allerlei Kohl und Beeren wachsen, in die Auslage eines Juweliergeschäfts. Es funkelt an allen Ecken und Enden. Und wie im Juwelierladen, ist fotografieren erlaubt, anfassen nicht!


Und weil der Garten, Sommer wie Winter, "Garten" ist, haben wir kurzentschlossen den Grill auf die Schneewiese gestellt und die neue Saison mit gegrilltem Lachs begonnen. Frei nach der Devise: "Mach was draus". Und ich sag Euch:




18. Januar 2016

Glücksmomente mit der Kamera #5 - Die Künstlerclique

Die Momente des Tages wurden gestern von einem eisigen Sonnentag spendiert. Weil wir der Tragfähigkeit des Eises noch nicht so ganz trauten, beschlossen wir lieber noch einen Tag auf das Eislaufen zu verzichten und freuten uns dafür über die Kreationen der Künstlerclique "Winter".

Hier eine Skulptur von "bissige Kälte":



Sie hat sich an der Reling eines Fischtrawlers zu schaffen gemacht. Das Motto? Ganz klar: "Weißer Hai". 









Die Nr. Zwei der Künstlerclique, "Alfred Aisberg", kämpft unübersehbar mit einer Formkrise.



Die Installation "Gletscher" verkörpert eine Minimalversion, ebenso die Skulpturen zum Thema "Gletscherkälber".





Wir wünschen Alfred Aisberg von hier aus "Gute Besserung".


Die Dritte im Bunde ist "Lawine Schnee"



Sie überrascht mit der Collage "Riesenschlange in weiß", um sich später ausschließlich mit den Kleinstformen gefrorenen Wassers auseinanderzusetzen. Das Motto ihrer Werke: "Diamonds are the girls best friends". 




verlinkt mit "auf meine Art"