23. Januar 2016

Ausblick: Buchweizenexperiment - Teil 1 -

In die Sonne blinzeln musste ich gestern, als ich, gegen das Licht, Fotos des makellos blauen Himmels und der glitzernden Eiskristalle machte.




Nicht lange danach bezog sich der Himmel und die aufkommende wärmere Luft hatte bald den Zauber der Eissterne hinweg geschmolzen. Zeit, dem See den Rücken zu kehren und sich anderen Dingen zu widmen.


Ende Januar beginnt nämlich die Arbeit am Garten.

Einerseits ist es früh genug, nicht unter Druck zu geraten, andererseits ist die leise Ungeduld meines Gärtnerherzens im Spiel.

Der Einstieg ist geschafft, wenn der frisch gezeichnete Gartenplan mit der aktuellen Jahreszahl vor mir liegt und darauf wartet, die neue Anordnung der Pflanzen festzuschreiben. Klima, Boden und Pflanzeneigenschaften liefern die Puzzleteile für die Planung.

Ausgeklügelte Systeme beruhen auf Erfahrungen ganzer Gärtner-Generationen. Das Ziel war zu jeder Zeit eine erfolgreiche Ernte, heute ist es für mich auch das Arbeiten im ökologischen Sinn.

Besonders angetan hat es mir die natürliche Erhaltung der Nährstoffe im Boden. Fruchtwechsel und die Berücksichtigung des Vier-Jahres Zyklus spielen eine Rolle. Hier werden die Pflanzen in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer eingeteilt. Im vierten Jahr bekommt der Boden eine Gründüngung zur Erholung.

-Gründüngung-, das war das entscheidende Wort für mich. Und so suchte ich eine Pflanze, die für die Anforderungen des nordischen Klimas, den sandigen Boden und die Bienenprojekte der Umgebung passend schien. Das sind viele Faktoren. Ich wurde beim Buchweizen fündig und habe die Pflanze zu meinem Gartenprojekt erklärt.

Spannend dieses Gras, das als Pseudo-Getreide gilt, selbst anzubauen. Es ist ein wenig mehr "know how" und ein kleiner Schritt hin zu einem unabhängigeren Leben.




Kommentare:

  1. Liebe Beate
    da hast du dir gut geplant dein Garten vorgetsellt wie es so funktionieren sollte, ich drück dir die Daumen dass es so wächst und gedeiht. Für dieses jahr wird der Anfang spannend sein bis zum Sommer und ich shee schon wie du fiebsert ob das so richtig war wie du es dir gedacht hast!
    Bei mir schmilzt alles weg und mit 5 Grad plus ist das ein wahrer Frühling schon heute und wir können mit dem Fahrrad an den Strand fahren und geniessen die Sonne die seit heute Morgen scheint!
    Also viel Freude beim Gedanken an deinen Garten!
    Lieben Gruss Elke

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    1. Liebe Elke,
      Der Buchweizen hat noch einen anderen Effekt. Er ist pflegeleicht! Damit habe ich für Anderes im Sommer mehr Zeit. Meine Mutter und meine Tante sind ja weit über achtzig und da weiß man nicht, wann wir wieder "alles stehen und liegen lassen" müssen. Aber natürlich freue ich mich sehr auf die neue Saison und wünsche Dir dafür viele kleine und große schöne Erlebnisse in Deinem Küstenland :-)

      Beate

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  2. Da schreibt eine wahre Gartenliebhaberin ... die Erhaltung der Nährstoffe im Boden ist ganz besonders wichtig. Gerade in der heutigen Zeit wo viele Böden überdüngt und ausgelaugt sind, ist die Erhaltung der Mikroorganismen im Boden ganz besonders wichtig. Und ich lese immer mehr über Menschen die sich dieser Aufgabe widmen. Wir haben nur einen kleinen Garten, aber auch dort achten wir sehr auf den Boden und seit einigen Jahren verwenden wir die effektiven Mikororganismen. Natürlich wird seit fast 30 Jahren nur noch biologisch gedüngt ( Kompost )und gespritzt (Pflanzenjauchen ). Ich wünsche dir ein erfolgreiches Gartenjahr 2016.
    Herzliche Grüße
    Rita

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    1. Liebe Rita,
      die Gartenkolonie, in der wir den Garten gepachtet haben, hat einen europäischen Umweltpreis bekommen. Ich darf also gar nicht anders, als umweltfreundlich hantieren :-). Aber natürlich würde ich es auch sonst genauso machen. Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich mich so intensiv mit dem Gartenbau beschäftige. Allerdings war es immer ein Wnsch von mir. Die Zusammenhänge darin zu lernen macht mir Freude. Das Gute ist, ich stehe nicht unter Druck, was den Erfolg betrifft, sondern es ist reine Freude. Und DIE wünsche ich auch Dir.

      Herzlich Beate

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  3. Wunderschöne Momentaufnahmen! Traumhaft ...

    P.S. Buchweizen esse ich total gerne! Ich lasse ihn keimen und anschließend wird er bei unter 42 Grad getrocknet. Schmeckt herrlich auf jedem Gericht!

    LG
    Anfrieda

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    1. Danke sehr Anfrieda!
      Toll dass Du diese Anwendungsmöglichkeit da gelassen hast. Wir sind nämlich gerade beim Rezept suchen, obwohl ich nicht glaube, dass wir soviel ernten werden. Die Ernte soll ja recht aufwändig sein. Macht nichts, ein Experiment solle es sein und das ist dafür da Erfahrungen zusammeln.

      LG
      Beate

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  4. Ich denke, den Buchweizen ausreifen zu lassen würde auch bedeuten, dass viele Samenkörner in den Boden gelangen und dann im Jahr darauf wieder auskeimen würden - und zwei Jahre nacheinander möchte man ihn ja nicht haben. Aber rein als Bodenverbesserungspflanze finde ich ihn schon sehr interessant, nachdem ich gleich einmal bei g....le nachgeschlagen habe. Vor allem die Fähigkeit, dass der tiefwurzelnde Buchweizen sogar Wurzelunkräuter verdrängen kann (angeblich - wäre toll, wenns stimmt)!
    Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen und werde vielleicht an einer ganz bestimmten Stelle in meinem Garten selbst einen Versuch machen.
    Viele Grüße,
    Brigitte

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  5. Meine Überlegungen waren "mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen": Buchweizen als Getreideform für den Haushalt, als Bienenweide und als Gründüngung gleichzeitig zu nutzen.

    Wie ich las, muss der Buchweizen für den Hausgebrauch kurz nach den Eisheiligen ins Beet, der für Gründüngung erst Anfang August. Ich säe also Ende Mai ins Freiland uU hier auch etwas später. Wäre schon toll, wenn Du, im Falle eines Versuchs, darüber berichtest. Interessant, nachdem wir in zwei so verschiedenen Klimata leben.

    Grüße
    Beate

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