22. Januar 2016

Schlittschuh-Langlauf


Eis bis zum Waldhorizont, den Schlittschuhen freien Lauf lassen, wenn man den Kopf frei davon bekommt, mehrere Meter Wasser unter sich zu haben. "Das Wetter hätte sein sollen, wie am Tag vorher", lenkt die innere Stimme ab und will eigentlich sagen: "Bleib lieber weg vom Eis!"

"Långfärdsskridskor", ein Wort dessen Gebrauch für mich immer noch Mundmuskelakrobatik bedeutet und dessen Technik in der Durchführung Muskelkater in den Beinen garantiert. Aber das alles trägt ein Stück Befreiung in sich. Kopf und Körper schauen "über den Tellerrand", das ist mein Gefühl.



Soweit wie möglich ist für die Sicherheit gesorgt: Rettungsseil, Trillerpfeife, Eiskrallen, ein paar Verhaltensregeln und ein 10cm dicker Eispanzer. Das Eis hat Ähnlichkeit mit einem Waschbrett, ist aber sonst gleichmäßig und ohne Bruch und Kante. Aber auch hart wie Beton. Erste Annäherungsversuche:




Dann ziehen die Wolken vorüber und nehmen die dunklen Gedanken mit. Und wieder stellt sich die Euphorie ein, die ich damals kennengelernt habe, als das erste Mal ein ganzer See zum Eislaufen vor mir lag.



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Eiszeit:  Zwei Seen, drei verschiedene Tage






















Kommentare:

  1. Hallo Beate,

    sehr schöne Bilder. Die Sicherheit die Du beschreibst ist ja schon in Ordnung, doch 10 cm Eisdicke, ist dass nicht etwas wenig? Hier raten uns Wasserwacht und DLRG min. 15 cm auf ruhigem Gewässer, und 20 cm bei Fließgewässern.
    Trotzdem wünsche ich Dir weiterhin viel Spass beim Eislaufen.

    Viele Grüße
    Nachtfalke

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  2. Hallo Nachtfalke,
    von der Einschätzung, der von Dir genannten Gesellschaften, bin ich überzeugt. An diesem Punkt treffen wir auf große Mentalitätsunterschiede. In Schweden herrscht Verantwortungslosigkeit. Ich weiß, dass man im Ausland eine hohe Meinung von Schweden hat, z.B. in punkto Sicherheit. Dieser wird das Land längst nicht mehr gerecht. Nach außen wird alles getan den Schein zu wahren und es gelingt auch immer noch. Selbsternannte Experten geben vage Informationen ab, mit denen man zu leben hat. Wir bleiben deshalb im Uferbereich und fahren nur, wenn auch andere dort unterwegs sind.
    Im Moment hat es auf das Eis geschneit, da kann man nicht mehr Eislaufen.

    Viele Grüße
    Beate

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  3. Liebe Beate,
    da hast du doch bei mir Gedanken an meine Kindheit zurückgeholt. Ich wohnte in einem kleinen Dorf mit einem wunderbaren Moorsee, etwa 3 km von uns entfernt. Da stiefelten wir hin im Winter. Eishockey mit den Jungs. Mit blauen Flecken von oben bis unten kamen wir nach Hause. War das schön, übers Eis zu gleiten - heute wage ich das nicht mehr. Da hab ich Angst um meine neue Hüfte - mein bestes Stück.
    Aber so ein bisschen glitschen - das würde mir gefallen.
    LG Heidi

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  4. Liebe Heidi,
    Deine Bedenken sind schon berechtigt, denn Eis ist wie Beton! Auch ich habe Kindheitserinnerungen, was das Eislaufen betrifft, ich bin dann Jahrzehnte nicht mehr gelaufen! Jetzt nutze ich jede Möglichkeit, denn hier geht das auch nicht jeden Winter. Leider sind die Seen gerade verschneit ...

    Grüße an Dich
    Beate

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  5. Liebe Beate
    was für wahnsinns Foto!
    Nah das hat doch Spass gemacht und wenn man vorsichtig ist meine ich kann man das machen!
    Lieben Gruss Elke

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    1. Ja, Spass macht das, liebe Elke! Trotzdem bin ich da lieber vorsichtiger und verzichte. Es passiert hier nämlich jedes Jahr genug. Muss ich nicht haben :-/

      Lieben Gruß
      Beate

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