16. April 2016

Ein Abend im Sumpf - In heaven

Die harte Jahreszeit mit Schnee, Wind und Eis konnte ihnen nichts anhaben. Aus der Froststarre erwacht, wiegen sich die strohblassen Halme des Sumpfgrases in der leichten, aber kalten Brise des Frühlingsabends. Um sieben neigt sich der Tag langsam seinem Ende entgegen.


Im Dickicht raschelt es. Meine Schrecksekunde dauert zu lang, um ein Foto von dem auffliegenden Vogel zu machen, dem ich zu nahe kam. Er sucht sich weiter weg ein neues Versteck, immer schön auf Abstand! Fotografenschicksal; ich wende mich wieder der Natur im Allgemeinen zu.


In Küstennähe verlanden viele Seen. Noch eine geraume Zeit bleibt die Landschaft in solchen Gegenden angenehm offen, bevor sich erste Bewaldung ansiedelt. Wenn man ständig von Wald umgeben ist, beginnt man schnell Weite zu schätzen.


Im Sommer ist der Sumpf ein zugegebenermaßen schwer zugängliches Gebiet, selbst auf ausgewiesenen Trampelpfaden. Amphibien, Reptilien und allerlei lästiges Fliegzeug machen einem das Leben schwer. Die Vogelkundler, die hier des öfteren unterwegs sind, gehören zu den Hartgesottenen. Gummistiefel sind schon jetzt nötig.



Gerade weil das Sumpfland sich dem Menschen so abweisend zeigt, bleibt es ein Eldorado für Tiere, auch die unliebsamen.


Wie meistens am Abend bleibt der Himmel am Horizont nicht wolkenfrei. Tagsüber treibt die Seebrise die Wolken landwärts, abends bläst sie der von Land kommende Wind seewärts. Das einfache Hellblau wechselt erst zu einem Goldton und später ins Rosa, bis die Sonne im Farbkreis der Lila- und Blautöne ihre Herrschaft der Nacht überlässt.

Der "Abend im Sumpf" ist verlinkt mit "In heaven" von Raumfee Katja

Kommentare:

  1. Liebe Beate
    das hast du wunderschön kommentiert dein Erlebnis von diesem Sumpfgebiet, ich muss sagen ich bin froh dass dort nicht os viele Menschen sind und viele Kleintierlebewesen dort in Ruhe leben können.
    Sehr schöne Aufnahmen sind das und das Himmelbild das am Ende entstand vom Wechsel der Farben ist sehr verträumt!
    Toll dein Posting habe ich genossen!
    Lieben Gruss Elke

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  2. Danke sehr, liebe Elke! Solange die fliegenden Plagegeister noch nicht unterwegs sind, kann man dieses Szene nur genießen. Im Sommer dann sucht man schnell das Weite und genießt (vielleicht) vom Auto aus ;-)

    Lieben Gruß, Beate

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  3. Bei Deinem Spaziergang durch den Sumpf wäre ich gern dabei gewesen, jetzt, wo noch keine Plagegeister unterwegs sind. Deine Bilder sind so schön. Sie strahlen so viel Ruhe aus.
    Lieben Gruß und eine schöne Woche
    Katala

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    1. Ich würde Dich auch gerne mit nehmen, liebe Katala :-). Zu den seltenen Vögeln, denen ich dort einmal begegnete gehört der Karmingimpel schwedisch Rosenfink. Das ist ein Gast aus Sibirien. Unglaublich wie weit die Vögel fliegen, um hier zu brüten.

      Liebe Grüsse und ebenso Dir eine schöne Woche!!
      Beate

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  4. Liebe Beate,
    wunderschön sind diese Aufnahmen vom Sumpf... ich denke, dort gibt es einige Mücken... jedoch sind es wunderbare Bilder, die diese tolle Landschaft und das Wetter dokumentieren. Das letzte Bild hat einen ganz eigenen, wundervollen Zauber... ein schwedischer Traum.
    Herzliche Grüsse, Sichtwiese

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