6. April 2016

Glad Påsk? - Nachtrag



"Osterschmuck auf dem Müll"

  • Enköping, Gnosjö, Helsingborg, Luleå, Lund, Motala, Sollentuna, Västerås, Växjö:
  • diese schwedischen Kommunen haben sich nach Angaben einer schwedischen Tierrechtsorganisation für ein tierfreundliches Osterfest entschieden und keinen Federschmuck verwendet!

Kommentare:

  1. Wenn Du magst, dann sammele ich übers Jahr alle Hühner- und Gänsefedern, die bei den Kindern so rumliegen, die schicke ich Dir, Du färbst sie ein und hast garantiert Federn, die aus artgerechter Haltung abfallen.
    Aber weißt Du, so richtig verstehe ich das alles nicht. Bunte Federn hängen doch nicht automatisch mit Tierquälerei zusammen. Wieso will man plötzlich eine Tradition abschaffen, anstatt dafür zu sorgen, dass dafür Federn genommen werden, die sowieso anfallen und wahrscheinlich im Müll landen? Sicher, es ist sehr löblich, dass sich ganze Kommunen gegen Tierquälerei aussprechen. Aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass heutzutage immer und überall gleich das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird.
    Sei bitte nicht sauer, aber das musste eben noch raus.
    Über Deine Flugschule "Never come back" habe ich Tränen gelacht. Für Nacktschnecken werde ich auch eine einrichten.
    Lieben Gruß
    Katala

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  2. Es gab vor Jahren schon mal den Aufruf in Schweden, keine Federn mehr zu Ostern zu verwenden. Damals war es ein Fernsehbericht von "Uppdrag granskning", der erschloß, wie die Federn lebenden Vögeln ausgerissen werden. Das Fernsehteam wurde unter Androhung von Gewalt vertrieben. Danach ging ein Ruck durch das ganze Land. Leider vergessen (verdrängen) die Menschen allzu gerne, aber die Quälerei ist wohl so Einigen im Gedächtnis haften geblieben. Wer Schweden ein wenig kennt weiß, wie traditionsliebend sie sind, sie würden diese Tradition niemals grundlos aufgeben. Hier wird nichts ausgeschüttet, im Gegenteil es gehört hier nach meinem Empfinden viel dazu, so etwas aufzugeben.
    Warum sollte ich sauer werden, da gibt es keinen Grund, aber ich beginne mich zu wundern. Es ist durchaus angebracht auch mal verschiedene Meinungen zu einer Sache zu haben.

    Herzlich, Beate

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    1. Meine Erfahrung ist, dass man zwar anderer Meinung sein darf, diese aber höflicherweise nicht äußert, sondern stillschweigend darüber hinweggeht, wenn man nicht fortan unerwünscht sein will.
      Vielleicht habe ich mich etwas verquer ausgedrückt. Ich finde es furchtbar, wenn man lebenden Vögeln die Federn ausreißt - sei es nun für Osterschmuck oder für Daunendecken. Und so wie bei den Decken inzwischen ausgewiesen wird, dass die Daunengewinnung nicht durch Lebendrupf erfolgte, könnte man es ja auch bei den Osterfedern machen. Beim Schlachten fallen genügend Federn an. Wieso nutzt man nicht diese Ressourcen, sondern vergeudet sie? Sicher wäre das ein wenig aufweniger und wahrscheinlich auch teurer. Aber es wäre sinnvoll und würde jede industrielle Lebendrupf völlig überflüssig machen.
      Weißt Du, eigentlich geht es mir vorrangig gar nicht darum, ob Ostern in Schweden nun mit oder ohne Federn gefeiert wird. Ich weiß auch viel zu wenig über Schweden, um mir da ein Urteil erlauben zu können.
      Was mich immer so wütend macht, ist die Rücksichtslosigkeit gegenüber jeglicher Kreatur einerseits und die damit einhergehende Vergeudung vorhandener Ressourcen andererseits. Und genau da sollte man ansetzen. Bei den Daunen hat es ja auch etwas gebracht.
      Ich hoffe, ich habe mich jetzt ein wenig verständlicher ausgedrückt.
      Lieben Gruß
      Katala

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    2. Du meinst die freie Meinungsäußerung sei so frei auch wieder nicht. Das stimmt, die "Fesseln" legt man sich dann aus verschiedenen Gründen aber selbst an. Zu diskutieren, ist eine Sache von Respekt auf beiden Seiten. Ich schätze Menschen, die ohne "Recht auf Wahrheit", ohne "EGO-Trip" diskutieren können. Echte Diskussionen können nicht kompromißlos sein und haben ein gemeinsames Ziel, also nicht -entweder - oder-, sondern -sowohl - als auch-.

      Dein Wort "Lebendrupf" trifft es auf den Punkt. Und über das, was Du an Alternativen aufzeigst, lässt sich nicht streiten. Das ist hier so richtig, wie in Deutschland. Nur, das Interesse an solchen Fragen muss geweckt werden und wach bleiben. Das ist schwierig. Dem Volk geht es es seit Jahrzehnten sehr gut. Darin bestehen gewisse Gefahren, ganz zu schweigen von den Unterschieden in der Lebensweise und der gesamten jüngsten Geschichte, die viel größer sind, als man glauben mag.

      Meinungsbildung und -äußerung findet hier hinter verschlossenen Türen statt und bleibt meist auch dort, mit allen Konsequenzen.

      Danke Dir sehr für diesen offenen Meinungsaustausch und grüße Dich herzlich,
      Beate

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  3. das finde ich ja toll dass einige sich so entschieden haben, ich habe heute eine Packung bunte Federn die künstlich hergestellt wurden gesehen und dachte an das rupfen von den Federn am lebendigen Tier und warum können sie das nicht nehmen heute...
    mit diesem Schweigen hinter den Türen wenns dem Volk gut geht, also ich kenne das hier im hohen Norden auch erst vor kurzen schüttelte ich den Kopf warum schweigen die Menschen hier und rühren sich nicht kenne das anders aus Baden-Württemberg! Aufrütteln ich könnte alle Norddeutschen hier am Kopf rütteln und sagen wo lebt ihr im letzten Jahrhundert vor Christi noch *zwinker* gehts der Gesellschaft zu gut und wollen nur ihr Eckchen haben aber nicht drüber weg schauen o man das ist nicht mein Ding...

    Lieben Gruss Elke

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  4. Ich habe mich auch gefreut zu lesen, dass manche Kommunen sich entschlossen keine Federn zu verwenden. Am schlimmsten war dann noch, die Federn auf dem Müllplatz mitsamt der Bäume wiederzufinden. Kein Mensch käme auf die Idee die Lichterketten oder Glaskugeln wegzuwerfen. Das hat dem "Faß den Boden ausgeschlagen", wirklich. Ich war fassungslos. Und was die Menschen an sich betrifft, so heißt es :" Gib dem Menschen ein paar gute Tage und er wird alles daran setzen sie zu beenden" (frei nach Watzlawick).

    Herzlich
    Beate

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