18. Oktober 2016

Where is where?


Die Reise ist weiter, als von einem Ort zum anderen. Die Reise geht mehr als fünf Jahrzehnte zurück.

Damals war der Fichtelsee auch schon ein Wochenendziel für Familien und es gab an seinem Ufer ein Ausflugslokal, das gut besucht war. Und es gab "Hansi". Hansi hatte im zarten Rehkitz-Alter seine Mutter verloren und wurde von Menschenhand aufgezogen. Das machte ihn streichelzahm und unvorsichtig, was er einige Jahre später mit dem Leben bezahlte.

Auch an das erinnert mich der See, der eigentlich nur 35km weit weg ist, für mich aber auch Jahrzehnte entfernt liegt, weil ich genauso lange nicht mehr hier war.


Der See liegt malerisch am Fuß des höchsten Berges des Fichtelgebirges. Ein Teil verlandet und steht unter Naturschutz. Heute beflügelte mich der Rundweg um den See, denn wirkliche Ortserinnerungen habe ich nicht. Ich entdecke die Landschaft "neu" und erkenne darin ein Stück meiner schwedischen Wahlheimat.



Das "where is where" ist nicht so einfach. Unverkennbar trägt für mich die Art der Landschaft zum Gefühl des Daheim-seins bei.


Es riecht nach Feuchtigkeit, Moos und warmer Erde. Und wären da nicht immer wieder andere naturbegeisterte Spaziergänger, fühlte man sich weit in den Norden versetzt, wo einem die Seen bisweilen "alleine gehören".


Hier dagegen kommen alle zu ihrem Recht. Junge, Alte und die, die nicht mehr mit allzu flottem Schritt den See umrunden können. Und am Ende winkt die Erfrischung oder eine zünftige Brotzeit.










8. Oktober 2016

Es liegt was in der Luft ...

Es ist Zeit. Mit den Veränderungen in der Natur liegt Aufbruchstimmung in der Luft. Das hat etwas Mitreis(s)endes.


Obwohl wir die Fahrt in die alte Heimat schon zig-mal erlebt haben, gibt es immer wieder neue Eindrücke, aber auch Unwägbarkeiten.
So war der ganze Sommer regenarm. Unterwegs hatte es dann den Anschein, als wolle die Natur alles auf einmal "gut machen".



Die Zugvögel landeten, nachdem nichts mehr ging und wir tasteten uns im Schritttempo auf der Autobahn voran.
Der nächste Morgen hatte dafür einen Genießerblick parat: Lübeck im Morgendunst aus dem 8.Stock des Hotels zeigte seine unverwechselbare Turmkulisse im heraufkommenden Licht.


Manche Kirche der Hansestadt hatte schon ein Geheimnis in petto. Das neueste dürften die versteckten Fächer  im Gestühl der Jakobikirche sein, die erst jüngst gefunden wurden. Glück für eine junge Restauratorin.


Der städtische Himmelsblick geht zu "In heaven" der Raumfee.