21. November 2017

Es hält!



Als wir heute zum See kamen, lag er unter einer geschlossenen Eisdecke. Das hatte ich nicht erwartet. Das erste Mal ist jedes Jahr eine Überraschung. Und natürlich mussten wir die Probe aufs Exempel machen. "Es hält", vorerst für Stammstück und Stein, sicher noch nicht für Mensch und Tier

14. November 2017

Wo Andere Urlaub machen

Genau genommen ist Südschweden eine riesige Insel. Der Götakanal trennt den Süden des Landes vom übrigen Schweden ab. Quer durch das Land zieht sich die Wasserstrasse von der Ostsee bis nach Göteborg am Skagerak. Dabei trifft der Kanal auf viele Seen, was seinen Erbauern Kosten und Mühen sparte.

Nachdem uns am Sonntag ein strahlend sonniger Herbsttag "ins Haus stand", beschlossen wir nach Söderköping zu fahren. Ein paar Kilometer östlich dieses alten Handelsstädtchens mündet der Götakanal in die Ostsee.

Im Herbst kommt das Treiben auf der Wasserstraße fast ganz zum Erliegen, wo sich im Sommer Boote und Schiffe aus aller Herren Länder tummeln. Jetzt lassen sich nicht einmal die sonst so zahlreichen Wasservögel blicken.


Dafür findet sich anderes Getier. Im Gestrüpp der Uferböschung taucht diese langohrige Gesellschaft auf. "Der Übergang" nennt die Künstlerin ihre Gestaltung am Wasser. Eine ganz ähnliche Szene gibt es genau gegenüber am anderen Ufer.


Söderköping und der Götakanal sind eine Touristenattraktion. Etliche Stockholmer (?) bevorzugen ihren Lebensabend abseits der Großstadt zu verbringen. Es wird gebaut und saniert und so wurde aus dem kleinen, in die Jahre gekommenen Ort, ein schmuckes Städtchen mit dem gewissen Flair alter Bausubstanz.


Die lässt sich jetzt mehr genießen, als im Sommer, wenn sich durch Straßen und Gassen die Besucherströme wälzen.

Die meisten Café s und Restaurants haben ihre Pforten geschlossen."Stängt för säsongen" heißt es.

Mit etwas Glück finden wir ein Café, das doch geöffnet hat. Pech ist, es ist bereits bis auf den letzten Platz besetzt.

Schade!







10. November 2017

Wandlungen

Novembermorgen. Der Himmel über mir ist leer, während sich am Rand die Wolken drängen. Für heute versprach der "Wetterfrosch" den ersten Schnee. Kein seltenes Phänomen für den November, an der Küste aber schon.

Der Frühling, der Sommer, der Herbst, dicht aufeinander sprinten sie durch das Jahr, das gefühlt zur Hälfte aus Winter besteht. Bekamen die Bäume nicht vor kurzem erst ihr Laub? Und jetzt? Es ist wieder seltsam hell geworden vor den Wohnzimmerfenstern, die das Bild des Birkenwäldchens in ihre Rahmen fassen.

Dünne Zweige staken wie Reisigbesen in den hellblauen Himmel. Darin verteilen sich großzügig goldfarbene Blätter. Der Rest liegt verstreut zwischen Stämmen oder weit verweht auf dem Asphalt. Das bleibt nur so lange so, bis das unverkennbare Geräusch des Laubbläsers in die sonst herrschende Ruhe hinein trompetet: "Håll Sverige rent".


Wenn man sechs Wochen außer Landes war, wird der Lauf der Zeit zu einem Zeitensprung. Diesmal war er besonders groß, was eine gewisse Desorientierung zur Folge hatte. Verstärkt wurde das Ganze nämlich durch die Umstellung der Uhr in den ersten Tagen des Hierseins. Mit einem Schlag war es nachmittags "Nacht".

Es führte dazu, dass wir viel zu spät am Tage mit der Gartenarbeit begannen, die auch liegen geblieben war. Ein Teil der Ernte war noch zu tun, Verblühtes abzuschneiden, umzugraben und anderes mehr.

Erst jetzt beginnt sich der eigene Rhythmus allmählich dem schwindenden Licht anzupassen, das immer noch einen Schritt voraus scheint.



26. Oktober 2017

Die Göttin des Ackerbaus

Die erste Begegnung mit der "Göttin des Ackerbaus" fand auf der homepage des Klosters Muttodaya statt. Ich entdeckte sie in der Bildergalerie.

Die erste reale Begegnung war eine Spur überraschender. Etwas kam auf mich zugeschossen wie ein Blitz, strich mir um die Beine und war genauso schnell wieder fort. Begrüßung im Sekundentakt, Göttinnen scheinen kein gemütliches Leben und nicht viel Zeit zu haben.

"Die Göttin teilt das monastische Leben" mit den Mönchen des buddhistischen Klosters. Nach der Ordensregel ist es den Mönchen untersagt, selbst für ihr leibliches Wohl zu sorgen. Sie leben von Spenden, "die Göttin" manchmal ebenso.

Die humorvolle Bitte um eine Essensspende für die Göttin entlockte mir ein Lachen. Da war ungefähr Folgendes zu lesen:

Dosenfutter (Nassfutter), nicht für die Mönche, sondern für SITA, die Klosterkatze









1. Oktober 2017

T in die Woche

Der Ort Kleinlosnitz ist die Heimat des "Oberfränkischen Bauernhof-Museums". Wer je in die Nähe kommt oder auf der ganz nah vorbeiführenden Autobahn München-Berlin fährt, sollte sich hier eine Auszeit gönnen. 
Das gemütliche Gasthaus in einem der alten Gebäude gelegen, bietet schmackhafte (!) Hausmannskost und leckere Kuchen aus eigener Herstellung. Hier schmeckt nichts nach 0-8-15.


Mein T in die Woche findet sich auf dem weitläufigen Gelände des Museums.  Das Hoftor, einmal von außen und einmal von innen betrachtet, gibt den Weg zum Vierseithof frei. Dieser hier ist wirklich ein Juwel fränkischer Bauernhöfe und so "lebendig" erhalten, dass man "das Vieh in den Ställen scharren hört und die Bäuerin über den Hof rufen." .....  





Das "Tor in die Woche" nimmt teil am gleichnamigen Projekt von NOVA

25. September 2017

Schnullerkind

Seht ihr manchmal auch Gesichter, wo eigentlich keine sind? Mir ist das heute passiert und zwar nach dem Geschirr abwaschen. Auf einmal sah ich das Schnullerkind, gerade als ich es abtrocknen wollte und das Geschirrhandtuch darum geschlungen hatte.

Jetzt würde ich Euch gerne raten lassen, was es eigentlich ist. Kommt Ihr drauf ? :-)


Die Lösung ist: Griffrückseite eines Schnellkochtopfes 

18. September 2017

MOMENT mal ... ,

... sind das Blüten?

Hätte jemand die Gedankenzeile in meinem Kopf lesen können, hätte er wohl die Fragezeichen dahinter gesehen.

Überraschung pur ist für den Anblick kaum übertrieben, der mich neulich im Garten erwartete. Nun war es so, dass nicht nur ich, sondern :-)  auch die Handykamera überrascht wurde und mir statt einem guten Bild der Erdbeerblüte (n) einen weißen Fleck in Blütenform auf das Bild produzierte.

Sachen gibts!

Beim näheren Betrachten sah ich jedenfalls mehr als eine Blüte an verschiedenen Pflanzen. Und das tollste ist, aus einer wurde tatsächlich noch eine Erdbeere, die sogar auf einer Seite rot wurde.

Aber das war ganz kurz vor unserer Abreise.



17. September 2017

T in die Woche



Meine Tür der Woche ist ein Zufallsprodukt von unterwegs und ich habe das Foto eigentlich nicht wegen ihr aufgenommen. Es braucht halt Türen/Tore um in Räume zu kommen, auch in ganz kleine.

"Raum ist in der kleinsten Hütte" heißt es und in "tiny houses" zu leben ist gerade trendy. Ich mochte schon immer kleine Häuser. Als Kind malte ich mir in Gedanken einen Zirkuswagen als zu Hause aus, ein Haus auf Rädern, gemütlich und "immer dabei".

Der bemalte Bauwagen erinnerte mich daran.

"T zur Woche" ist ein Projekt von NOVA bei "CasaNova".

12. September 2017

Reichtum im Regen-Wald

Herbstzeit ist Regenzeit. Das klingt für mich nach gemütlichen Drinnentagen, nach Aufarbeiten von Liegengebliebenem, nach Lese- und Teestunden. Aber das ist es nicht nur. Nachdem ich den "Schweinehund" zurückgepfiffen hatte und Gummistiefel und Regenjacke griffbereit waren, sprach nichts mehr gegen das Draußensein.

So ausgerüstet macht es Spass durch den Wald zu streifen. Der typische Geruch nach feuchter Erde, Moos und Mischwald durchflutet die Sinne auf wunderbare Weise. Ich wollte also unbedingt dabei sein, packte vorsichtshalber meine Fotoausrüstung ein, dazu Handy, Trillerpfeife und Taschenlampe, was für mich, seit wir uns verlaufen haben, immer dazu gehört.

Zuerst ging es auf bekannten Wegen leicht bergauf, dann nach links wieder bergab. Schon da kam ich aus dem Staunen nicht heraus. Der viele Regen der vergangenen Tage hatte die Pilze aus ihrem unterirdischen Versteck gelockt. Und wer das kennt, kann's mir vielleicht bestätigen: Es braucht eine Zeit, bis man das Auge wieder auf  "Pilz" eingestellt hat. Nur diesmal ging es tatsächlich so weit, dass das Auge nur noch Pilze im Blick hatte. Zwischen einigen wenigen Fliegenpilzen gab es vor allem eines:

* S T E I N P I L Z E *




Innerhalb kürzester Zeit war der mitgenommen Korb bis zum Rand gefüllt. Und ich, die eigentlich nur eine Regen-Wald-Foto-Safari im Sinn hatte, zog meine Regenjacke aus, verknotete die Ärmel und die Kapuze und sammelte darin, mangels Tüte meine Portion Steinpilze in Null-Komma-Nichts und war so in die Sammelleidenschaft vertieft, dass die Regen-Wald-Foto-Safari vergessen war.



30. August 2017

Leinwand wider Willen oder "mach's Beste draus"


Ich war in einer Ausstellung für "Moderne Kunst". Ganz unfreiwillig und ziemlich überraschend.
Sie fand unter freiem Himmel statt und zwar direkt am Ufer der Bucht, an der mein kleines Heimatstädtchen liegt.


"Was war denn hier los?", fragt man sich, wenn man plötzlich Sachen entdeckt, die es nicht geben sollte. Mutmaßungen sind müßig und führen zu nichts. Aber was aussieht, wie ein Ölgemälde auf Leinwand, ist Farbe auf Wasser. Mehr ist dazu nicht zusagen.

Das Wasser hält still und macht das Beste daraus.



17. August 2017

Ansichtssache - Norrköping

Der Entschluss war schnell gefasst, am Morgen zwischen der ersten und zweiten Tasse Kaffee.

Von Zeit zu Zeit an einen Ort zu fahren, an dem man noch nie gewesen ist, bedeutet in unserem Fall eine gute Stunde gemütliche Autofahrt, die sich noch ein bisschen verlängerte, weil wir die kleinen Straßen abseits des Touristenstroms suchten.

Eine gute Wahl, wie sich herausstellte, denn man muss auf jeden Fall den Göta-Kanal überqueren und das kann in der Hochsaison auf der Hauptstrecke lange dauern.

Die Kanalschifffahrt hat Vorrang, die Autos stehen manchmal kilometerweit.

Norrköping, mit über 100 000 Einwohnern die größte Stadt des läns Östergötland, ist eine Industriestadt mit Ostseehafen und dem Fluß "Motalaströmmen".

Die Stadt beginnt fast ummerklich. Zuerst werden die Straßen breiter und besser, dann kommt Straßenbeleuchtung dazu. Rechts und links verteilen sich weiße Villen zwischen den Bäumen.
Ist die Stadtgrenze erreicht, ist der erste Eindruck von Norrköping nichts Besonderes und wiederholt sich heute am Rand jeder Großstadt.


Und doch hat es diese Industriestadt in sich! Von uns fast 10 Jahre gemieden: "Keine Zeit, keine  Lust und kein Interesse", stand die Stadt stets im Schatten ihrer kleineren Schwester "Linköping", die schon durch Dom und Universität einen ganz anderen Klang in unseren Ohren hatte.

So etwas nennt man dann VORURTEIL.

Schon auf den ersten Kilometern kippte die Vorstellung nämlich in ihr Gegenteil.

In Norrköping sind solche Bilder nicht die Ausnahme, sondern die Regel! Es scheint, als habe sich hier ein häßliches Entlein in einen stolzen Schwan verwandelt.




Die Anlagen der Textilindustrie, nicht weit vom Zentrum am Strömmen gelegen, sind allesamt restauriert und umgenutzt: Kino, Restaurants, Museen, Fachschulen, Wohnungen und ein Wärmewerk wurden daraus: alles begehbar, besichtigbar und gepflegt.




Und zwischen manchen Häuserzeilen fühlt man sich in Dörfer mit südländischem Flair versetzt. Dort und in den nahen Grünanlagen gibts es für uns die Möglichkeit, den angestrengten Füßen und müden Köpfen die nötige Auszeit zu gönnen.


Eine Stadtbesichtigung dieser Art ist lange her. Und für's Erste war die Betrachtungsweise auch nur oberflächlich. Aber es war genug den Beschluss zu fassen, wieder zu kommen. Das dauerte diesmal nur solange man braucht, sich eine frische Tasse Kaffee einzuschenken.


9. August 2017

Im Dauerlauf durchs Gartenjahr

Das letzte Drittel hat begonnen. Das südschwedische Gartenjahr ähnelt sehr einem Dauerlauf. Schon mischen sich Wörter wie: "Herbst, einwintern", in den Sprachgebrauch der Gärtner und Imker. Bemerkenswert, dass sich das Gefühl auch am Blühen bestimmter Blumen festgemacht hat.

Dazu gehört die Kugeldistel oder wie die Art, die bei mir im Garten blüht botanisch heißt: "Echinops ritro";  ein zugegeben gewöhnungsbedürftiger Name,- dafür eindeutig.

Die Distel ist überhaupt eine spröde Schöne. Andere Arten wachsen wild, sind höchst genügsam, lieben Wärme. "Meine" Kugeldistelart zog aus dem Südosten in den Norden und fühlt sich anscheinend wohl.

Die Bienen lieben ihre kleinen speerartigen Blüten. Jetzt, wo die Bienen weniger und weniger für ihren Wintervorrat finden, kommt ihnen die stachlige Schönheit entgegen.

Leider habe ich bisher nur eine einzige Pflanze im Garten. Das soll sich im kommenden Jahr ändern. Sicher gibt es Pflanzen im nahen Gartencenter zu kaufen. Aber das wäre nicht sonderlich spannend. Und so warte ich, bis die Blüten Samen tragen, dann wird gesammelt und getrocknet.








8. August 2017

俳句 - Spätsommergedanken



Ein gelbes Blatt
zwischen Lavendelblüten -
fliegt auf.

                                                                                @ B&B
* Haiku - die Welt in Kurzgedicht-Form

5. August 2017

Elch - Alarm!

Ja, tatsächlich, den gab es gestern Abend.

Der Weg zu einer kurzen Fototour nach Horns Udde führt direkt an unserem Koloniegarten vorbei.
Vorbei?, nein fast immer braucht es noch einmal einen Blick in den Garten, vor allem, wenn sich nach einem Regentag das Schneckenvolk breit machen will.

Die ungewöhnlich aufgewühlten Steinwege zwischen den Gärten fielen mir gar nicht zuerst auf, wohl aber die tiefen Spuren im regenweichen Erdreich der Beete. Der Größe nach zu urteilen, hätte ich nie an einen Elch gedacht, eher an Rehe oder einen Dachs. Mir waren wahrscheinlich nur die Eindrücke der Vorderhufe unter gekommen.

Die Herkunft der Spuren klärte eine Mitteilung auf dem PC auf, nachdem wir von der Fototour nach Hause kamen. Dort hieß es, dass einige zusammengerufene Schrebergärtner gemeinsam den Elch in sein Reich "entließen", das auf der anderen Straßenseite beginnt. Wie der Elch den über 2m hohen Zaun überwunden hat oder ob er aus Versehen eingesperrt wurde, bleibt immer noch ein Rätsel. Die Flucht wurde ihm durch das große Tor jedenfalls erheblicher leichter gemacht.

Archivfoto von 2011

Ein anderes Rätsel: Merkwürdig, dass ein Tier dieser Größe, obwohl es eindeutig durch meinen Garten lief, nicht eine Pflanze zertritt? Fein säuberlich setzte es seine Hufe beispielsweise neben die Pflanzen im frisch angelegten Kräutergarten.

Fotos davon gibt es aber erst heute Nachmittag.



30. Juli 2017

Vorher - nachher - jetzt!

Der Kirschbaum vor dem Schnitt, wunderschön gewachsen, dennoch viel zu dominant in einem 200 qm -Garten :




Der Kischbaum rund 2 Wochen danach:


durch die etwas andere Perspektive ist es nicht so gut ersichtlich, dass er um gut 2m niedriger ist.
Noch wächst die schwedische Natur und in weiteren 4 Wochen wird die Krone wieder dichter und belaubter sein, als sie auf dem Bild ist.

Und jetzt? : Achtsamkeit in der Küche!

Vergessene Kirschkerne sind berühmt-berüchtigte Zahnkiller, entsteinen eine Übung für Geduld und Achtsamkeit, also etwas für mich!

Meine Arbeitsanordnung führt erst einmal zurück zu "vergangenen Tage". Ein Erbstück von Küchengerät, fast so alt wie ich, aber immer noch so was von praktisch, hilft den Steinen in den Früchtchen auf die Sprünge:

Kirsche links auf die Öse legen - mit Schwung drücken - Kirsche mit der rechten Hand entnehmen - Stein mit der linken Hand wegschieben (oder Stein suchen und wegschieben) - 

so geht's und die Anzahl der verbliebenen Zahnkiller dürfte gegen 0 sein :-), hoffe ich.


Die Kirschen kommen ins tägliche Smoothie, einer immer  neuen Mischung aus Obst, Gemüse, verschiedenen Milchsorten, sowie Wasser, ganz nach Verträglichkeit, Lust und Laune.

29. Juli 2017

Besuch am Morgen

Ein Wetter für Insekten:
Schon am frühen Morgen kommt jede Menge Besuch auf die Terrasse, am Waldrand der einzige Tagesabschnitt in der Sonne, worüber ich derzeit froh bin.

Schon hat es 20 Grad und das ist ganz offensichtlich eine prima Betriebstemperatur für "Kleingeflügel". Außerdem lädt die Wärme zum Frühstück draußen ein.

Bevor ich dazu komme den Tisch zu decken, wollen allerlei Insekten meine Aufmerksamkeit. Um diese Zeit brummt und summt es. Aber auch die leisen der Art lassen sich blicken, die Libellen.

Während eine richtig große Hummel Anflüge auf die Blüten des Gartengeißblattes unternimmt, um anschließend im Kelch einer violetten Prachtwinde abzutauchen, ruht sich die Libelle mitten auf der Tischplatte aus.

Libellen haben etwas sehr Plötzliches an sich. Diesmal bekomme ich sie auf die Linse, der Fotoapparat war griffbereit.



26. Juli 2017

So zum Spass

Seit einigen Jahren kann ich in meinem schwedischen Heimatort bei einer deutschstämmigen Supermarktkette einkaufen gehen und wenn es mir mal nicht ganz so leicht fällt in Schweden zu sein, geh ich gern dorthin. Die Qualität ist ok, öfter auch mal ÖKO und darf sich neben der schwedischen Konkurrenz ganz oben ansiedeln.

Ein Grund mehr vor allem Obst und Gemüse dort zu kaufen, wovon wir rege Gebrauch machen.
So kam ich eines Tages mit einer Packung Paprika nach Hause, nicht gerade günstig, aber ich liebe das knackig, frische Gemüse auch mal so zwischendurch zum Naschen. Ich schneide gerne "Paprika-Schiffchen".

Wie immer fielen mir dabei eine größere Anzahl Kerne entgegen. Nur diesmal verbanden sich meine Gedanken mit dem Garten. "Warum die Samen nicht sammeln und aufheben?", dachte ich! Irgendwo fand sich ein Behältnis, das im dunklen und kühleren Besenkämmerchen auf das nächste Jahr warten konnte.

.... und dann hätte ich es beinah vergessen.

Erst als ich von unserem Freund einige Chilipflanzen geschenkt bekam, erinnerte ich mich an die Paprikasamen. Ich hatte ehrlich nicht viel Hoffnung, ob daraus noch Paprikas werden würden, aber der Wachtumswille ist wohl einer der stärksten, den die Natur kennt.

Jetzt blühen Chili und Paprika und meine Hoffnung liegt ganz eindeutig bei Biene&Co. Ob dann noch Früchte daraus werden, entscheidet die Sonne im August.

So schnell wird aus Spass - Spannung.