18. September 2017

MOMENT mal ... ,

... sind das Blüten?

Hätte jemand die Gedankenzeile in meinem Kopf lesen können, hätte er wohl die Fragezeichen dahinter gesehen.

Überraschung pur ist für den Anblick kaum übertrieben, der mich neulich im Garten erwartete. Nun war es so, dass nicht nur ich, sondern :-)  auch die Handykamera überrascht wurde und mir statt einem guten Bild der Erdbeerblüte (n) einen weißen Fleck in Blütenform auf das Bild produzierte.

Sachen gibts!

Beim näheren Betrachten sah ich jedenfalls mehr als eine Blüte an verschiedenen Pflanzen. Und das tollste ist, aus einer wurde tatsächlich noch eine Erdbeere, die sogar auf einer Seite rot wurde.

Aber das war ganz kurz vor unserer Abreise.



17. September 2017

T in die Woche



Meine Tür der Woche ist ein Zufallsprodukt von unterwegs und ich habe das Foto eigentlich nicht wegen ihr aufgenommen. Es braucht halt Türen/Tore um in Räume zu kommen, auch in ganz kleine.

"Raum ist in der kleinsten Hütte" heißt es und in "tiny houses" zu leben ist gerade trendy. Ich mochte schon immer kleine Häuser. Als Kind malte ich mir in Gedanken einen Zirkuswagen als zu Hause aus, ein Haus auf Rädern, gemütlich und "immer dabei".

Der bemalte Bauwagen erinnerte mich daran.

"T zur Woche" ist ein Projekt von NOVA bei "CasaNova".

12. September 2017

Reichtum im Regen-Wald

Herbstzeit ist Regenzeit. Das klingt für mich nach gemütlichen Drinnentagen, nach Aufarbeiten von Liegengebliebenem, nach Lese- und Teestunden. Aber das ist es nicht nur. Nachdem ich den "Schweinehund" zurückgepfiffen hatte und Gummistiefel und Regenjacke griffbereit waren, sprach nichts mehr gegen das Draußensein.

So ausgerüstet macht es Spass durch den Wald zu streifen. Der typische Geruch nach feuchter Erde, Moos und Mischwald durchflutet die Sinne auf wunderbare Weise. Ich wollte also unbedingt dabei sein, packte vorsichtshalber meine Fotoausrüstung ein, dazu Handy, Trillerpfeife und Taschenlampe, was für mich, seit wir uns verlaufen haben, immer dazu gehört.

Zuerst ging es auf bekannten Wegen leicht bergauf, dann nach links wieder bergab. Schon da kam ich aus dem Staunen nicht heraus. Der viele Regen der vergangenen Tage hatte die Pilze aus ihrem unterirdischen Versteck gelockt. Und wer das kennt, kann's mir vielleicht bestätigen: Es braucht eine Zeit, bis man das Auge wieder auf  "Pilz" eingestellt hat. Nur diesmal ging es tatsächlich so weit, dass das Auge nur noch Pilze im Blick hatte. Zwischen einigen wenigen Fliegenpilzen gab es vor allem eines:

* S T E I N P I L Z E *




Innerhalb kürzester Zeit war der mitgenommen Korb bis zum Rand gefüllt. Und ich, die eigentlich nur eine Regen-Wald-Foto-Safari im Sinn hatte, zog meine Regenjacke aus, verknotete die Ärmel und die Kapuze und sammelte darin, mangels Tüte meine Portion Steinpilze in Null-Komma-Nichts und war so in die Sammelleidenschaft vertieft, dass die Regen-Wald-Foto-Safari vergessen war.



30. August 2017

Leinwand wider Willen oder "mach's Beste draus"


Ich war in einer Ausstellung für "Moderne Kunst". Ganz unfreiwillig und ziemlich überraschend.
Sie fand unter freiem Himmel statt und zwar direkt am Ufer der Bucht, an der mein kleines Heimatstädtchen liegt.


"Was war denn hier los?", fragt man sich, wenn man plötzlich Sachen entdeckt, die es nicht geben sollte. Mutmaßungen sind müßig und führen zu nichts. Aber was aussieht, wie ein Ölgemälde auf Leinwand, ist Farbe auf Wasser. Mehr ist dazu nicht zusagen.

Das Wasser hält still und macht das Beste daraus.



17. August 2017

Ansichtssache - Norrköping

Der Entschluss war schnell gefasst, am Morgen zwischen der ersten und zweiten Tasse Kaffee.

Von Zeit zu Zeit an einen Ort zu fahren, an dem man noch nie gewesen ist, bedeutet in unserem Fall eine gute Stunde gemütliche Autofahrt, die sich noch ein bisschen verlängerte, weil wir die kleinen Straßen abseits des Touristenstroms suchten.

Eine gute Wahl, wie sich herausstellte, denn man muss auf jeden Fall den Göta-Kanal überqueren und das kann in der Hochsaison auf der Hauptstrecke lange dauern.

Die Kanalschifffahrt hat Vorrang, die Autos stehen manchmal kilometerweit.

Norrköping, mit über 100 000 Einwohnern die größte Stadt des läns Östergötland, ist eine Industriestadt mit Ostseehafen und dem Fluß "Motalaströmmen".

Die Stadt beginnt fast ummerklich. Zuerst werden die Straßen breiter und besser, dann kommt Straßenbeleuchtung dazu. Rechts und links verteilen sich weiße Villen zwischen den Bäumen.
Ist die Stadtgrenze erreicht, ist der erste Eindruck von Norrköping nichts Besonderes und wiederholt sich heute am Rand jeder Großstadt.


Und doch hat es diese Industriestadt in sich! Von uns fast 10 Jahre gemieden: "Keine Zeit, keine  Lust und kein Interesse", stand die Stadt stets im Schatten ihrer kleineren Schwester "Linköping", die schon durch Dom und Universität einen ganz anderen Klang in unseren Ohren hatte.

So etwas nennt man dann VORURTEIL.

Schon auf den ersten Kilometern kippte die Vorstellung nämlich in ihr Gegenteil.

In Norrköping sind solche Bilder nicht die Ausnahme, sondern die Regel! Es scheint, als habe sich hier ein häßliches Entlein in einen stolzen Schwan verwandelt.




Die Anlagen der Textilindustrie, nicht weit vom Zentrum am Strömmen gelegen, sind allesamt restauriert und umgenutzt: Kino, Restaurants, Museen, Fachschulen, Wohnungen und ein Wärmewerk wurden daraus: alles begehbar, besichtigbar und gepflegt.




Und zwischen manchen Häuserzeilen fühlt man sich in Dörfer mit südländischem Flair versetzt. Dort und in den nahen Grünanlagen gibts es für uns die Möglichkeit, den angestrengten Füßen und müden Köpfen die nötige Auszeit zu gönnen.


Eine Stadtbesichtigung dieser Art ist lange her. Und für's Erste war die Betrachtungsweise auch nur oberflächlich. Aber es war genug den Beschluss zu fassen, wieder zu kommen. Das dauerte diesmal nur solange man braucht, sich eine frische Tasse Kaffee einzuschenken.


9. August 2017

Im Dauerlauf durchs Gartenjahr

Das letzte Drittel hat begonnen. Das südschwedische Gartenjahr ähnelt sehr einem Dauerlauf. Schon mischen sich Wörter wie: "Herbst, einwintern", in den Sprachgebrauch der Gärtner und Imker. Bemerkenswert, dass sich das Gefühl auch am Blühen bestimmter Blumen festgemacht hat.

Dazu gehört die Kugeldistel oder wie die Art, die bei mir im Garten blüht botanisch heißt: "Echinops ritro";  ein zugegeben gewöhnungsbedürftiger Name,- dafür eindeutig.

Die Distel ist überhaupt eine spröde Schöne. Andere Arten wachsen wild, sind höchst genügsam, lieben Wärme. "Meine" Kugeldistelart zog aus dem Südosten in den Norden und fühlt sich anscheinend wohl.

Die Bienen lieben ihre kleinen speerartigen Blüten. Jetzt, wo die Bienen weniger und weniger für ihren Wintervorrat finden, kommt ihnen die stachlige Schönheit entgegen.

Leider habe ich bisher nur eine einzige Pflanze im Garten. Das soll sich im kommenden Jahr ändern. Sicher gibt es Pflanzen im nahen Gartencenter zu kaufen. Aber das wäre nicht sonderlich spannend. Und so warte ich, bis die Blüten Samen tragen, dann wird gesammelt und getrocknet.








8. August 2017

俳句 - Spätsommergedanken



Ein gelbes Blatt
zwischen Lavendelblüten -
fliegt auf.

                                                                                @ B&B
* Haiku - die Welt in Kurzgedicht-Form

5. August 2017

Elch - Alarm!

Ja, tatsächlich, den gab es gestern Abend.

Der Weg zu einer kurzen Fototour nach Horns Udde führt direkt an unserem Koloniegarten vorbei.
Vorbei?, nein fast immer braucht es noch einmal einen Blick in den Garten, vor allem, wenn sich nach einem Regentag das Schneckenvolk breit machen will.

Die ungewöhnlich aufgewühlten Steinwege zwischen den Gärten fielen mir gar nicht zuerst auf, wohl aber die tiefen Spuren im regenweichen Erdreich der Beete. Der Größe nach zu urteilen, hätte ich nie an einen Elch gedacht, eher an Rehe oder einen Dachs. Mir waren wahrscheinlich nur die Eindrücke der Vorderhufe unter gekommen.

Die Herkunft der Spuren klärte eine Mitteilung auf dem PC auf, nachdem wir von der Fototour nach Hause kamen. Dort hieß es, dass einige zusammengerufene Schrebergärtner gemeinsam den Elch in sein Reich "entließen", das auf der anderen Straßenseite beginnt. Wie der Elch den über 2m hohen Zaun überwunden hat oder ob er aus Versehen eingesperrt wurde, bleibt immer noch ein Rätsel. Die Flucht wurde ihm durch das große Tor jedenfalls erheblicher leichter gemacht.

Archivfoto von 2011

Ein anderes Rätsel: Merkwürdig, dass ein Tier dieser Größe, obwohl es eindeutig durch meinen Garten lief, nicht eine Pflanze zertritt? Fein säuberlich setzte es seine Hufe beispielsweise neben die Pflanzen im frisch angelegten Kräutergarten.

Fotos davon gibt es aber erst heute Nachmittag.



30. Juli 2017

Vorher - nachher - jetzt!

Der Kirschbaum vor dem Schnitt, wunderschön gewachsen, dennoch viel zu dominant in einem 200 qm -Garten :




Der Kischbaum rund 2 Wochen danach:


durch die etwas andere Perspektive ist es nicht so gut ersichtlich, dass er um gut 2m niedriger ist.
Noch wächst die schwedische Natur und in weiteren 4 Wochen wird die Krone wieder dichter und belaubter sein, als sie auf dem Bild ist.

Und jetzt? : Achtsamkeit in der Küche!

Vergessene Kirschkerne sind berühmt-berüchtigte Zahnkiller, entsteinen eine Übung für Geduld und Achtsamkeit, also etwas für mich!

Meine Arbeitsanordnung führt erst einmal zurück zu "vergangenen Tage". Ein Erbstück von Küchengerät, fast so alt wie ich, aber immer noch so was von praktisch, hilft den Steinen in den Früchtchen auf die Sprünge:

Kirsche links auf die Öse legen - mit Schwung drücken - Kirsche mit der rechten Hand entnehmen - Stein mit der linken Hand wegschieben (oder Stein suchen und wegschieben) - 

so geht's und die Anzahl der verbliebenen Zahnkiller dürfte gegen 0 sein :-), hoffe ich.


Die Kirschen kommen ins tägliche Smoothie, einer immer  neuen Mischung aus Obst, Gemüse, verschiedenen Milchsorten, sowie Wasser, ganz nach Verträglichkeit, Lust und Laune.

29. Juli 2017

Besuch am Morgen

Ein Wetter für Insekten:
Schon am frühen Morgen kommt jede Menge Besuch auf die Terrasse, am Waldrand der einzige Tagesabschnitt in der Sonne, worüber ich derzeit froh bin.

Schon hat es 20 Grad und das ist ganz offensichtlich eine prima Betriebstemperatur für "Kleingeflügel". Außerdem lädt die Wärme zum Frühstück draußen ein.

Bevor ich dazu komme den Tisch zu decken, wollen allerlei Insekten meine Aufmerksamkeit. Um diese Zeit brummt und summt es. Aber auch die leisen der Art lassen sich blicken, die Libellen.

Während eine richtig große Hummel Anflüge auf die Blüten des Gartengeißblattes unternimmt, um anschließend im Kelch einer violetten Prachtwinde abzutauchen, ruht sich die Libelle mitten auf der Tischplatte aus.

Libellen haben etwas sehr Plötzliches an sich. Diesmal bekomme ich sie auf die Linse, der Fotoapparat war griffbereit.



26. Juli 2017

So zum Spass

Seit einigen Jahren kann ich in meinem schwedischen Heimatort bei einer deutschstämmigen Supermarktkette einkaufen gehen und wenn es mir mal nicht ganz so leicht fällt in Schweden zu sein, geh ich gern dorthin. Die Qualität ist ok, öfter auch mal ÖKO und darf sich neben der schwedischen Konkurrenz ganz oben ansiedeln.

Ein Grund mehr vor allem Obst und Gemüse dort zu kaufen, wovon wir rege Gebrauch machen.
So kam ich eines Tages mit einer Packung Paprika nach Hause, nicht gerade günstig, aber ich liebe das knackig, frische Gemüse auch mal so zwischendurch zum Naschen. Ich schneide gerne "Paprika-Schiffchen".

Wie immer fielen mir dabei eine größere Anzahl Kerne entgegen. Nur diesmal verbanden sich meine Gedanken mit dem Garten. "Warum die Samen nicht sammeln und aufheben?", dachte ich! Irgendwo fand sich ein Behältnis, das im dunklen und kühleren Besenkämmerchen auf das nächste Jahr warten konnte.

.... und dann hätte ich es beinah vergessen.

Erst als ich von unserem Freund einige Chilipflanzen geschenkt bekam, erinnerte ich mich an die Paprikasamen. Ich hatte ehrlich nicht viel Hoffnung, ob daraus noch Paprikas werden würden, aber der Wachtumswille ist wohl einer der stärksten, den die Natur kennt.

Jetzt blühen Chili und Paprika und meine Hoffnung liegt ganz eindeutig bei Biene&Co. Ob dann noch Früchte daraus werden, entscheidet die Sonne im August.

So schnell wird aus Spass - Spannung.





24. Juli 2017

-Loslassen- üben

Der Sommer ist, wie es sich in Schweden gehört, -schwedisch- : "Warme Tage, kühle Nächte und von Zeit zu Zeit außer ein bisschen Wind "kein Wetter". Regen ist seltsamerweise rar geworden. 

Wenn es so grau ist, ist ein Päckchen wie ein Stück Sonne, ein highlight, das den Tag heller macht, auch wenn die Post es schon vor einer Weile brachte.


Als ich vor einiger Zeit das Päckchen von OLANN  bekam, war neben Freude auch Spannendes dabei, nämlich aus wunderbarer Wolle einen brauchbaren, strickfähigen Faden herzustellen. Für mich ist das eine Herausforderung, denn ..........

Die Geschichte meiner Woll-Spinnerei ist noch kurz und knapp:
Es war lange einer meiner Herzenswünsche, das Spinnen zu lernen. Deshalb kaufte ich mir vor Jahren ein nagelneues Spinnrad. In der ersten Euphorie, verspann ich jede Wolle, die ich in die Finger bekam. Bis ich die Technik einigermaßen heraus hatte.

Die erste Wolle lag als Übungsmaterial dem Spinnrad bei. Danach musste ich mich auf die Suche nach einem Wolllieferanten begeben.  

Schließlich fand ich in der Schäferei "smultronboda" eine Bezugsquelle, nicht weit weg von meinem Heimatort, mit einer netten Schäferin, die mir die Wolle (ungewaschen) zu einem kleinen Preis überließ. Jetzt hatte ich das Verarbeiten wirklich von der Pike auf zu lernen. Wer das mal gemacht hat, weiß seine Kleidung zu schätzen.

Wie schwer ich mir das Spinnenlernen gemacht habe, kann ich erst jetzt nachvollziehen. Die Schafe in smultronboda (eine englische Rasse) werden wegen ihres Fleisches gehalten, nicht wegen der Wolle. Ihre kurzfasrige, gekräuselte Wolle ist für Anfänger nicht leicht zu verarbeiten. Den Unterschied merke ich, in recht eindrücklicher Weise, jetzt.

Eine gute Vorbereitung ist "die halbe Miete", war mein Gedanke. Es ersparte mir das mulmige Gefühl nicht, als ich nach der Wartung des Spinnrades dasselbe in Gang setzte, um die altbekannte Schafwolle zu verspinnen.

Schweißtropfen flossen. Die warmen, feuchten Hände verfilzten die Wolle und erschwerten den Arbeitsverlauf. Bald verwünschte ich den Tag, an dem ich das Spinnrad in die Ecke gestellt hatte, ohne das Gelernte konserviert zu haben.

Schließlich hatte ich genug von der Plackerei. "Na, dann eben nicht", sagte der "Trotz", während das "Dem" das Päckchen mit der neuen Wolle herausholte, der "Mut der Verzweiflung"?

Aber mit dem wachsenden Wohlgefühl, das sich während der Verarbeitung der neuen Wolle bei mir breit machte, erinnerten sich die Hände wohl an das, was sie vor längerer Zeit geübt hatten: "Nicht festhalten, sondern loslassen", damit der Faden nicht reißt.

Manchmal ist es das, "alte Zöpfe" abzuschneiden und Neues ins Leben zu lassen, um vorwärts zu kommen.


Herzlichen Dank, liebe OLANN! Ohne dich wäre das Rad noch lange nicht in Schwung gekommen.

21. Juli 2017

Vom Wandel und was am Ende bleibt.

Es dauerte eine Weile, bis ich den idealen Platz für den Überblick gefunden hatte. Dann war ich nicht schlecht erstaunt, wie sehr der Kirschbaum den Garten inzwischen dominiert.


Mit dem Rückzug der Sonne wurden die Schatten merklich länger und die Schattenplätze im Garten mehr, was die sonnenhungrigen unter den Pflanzen zu seinen "Füßen" ziemlich schnell quittierten. Der Kirschbaum beschattet mit seiner Höhe spielend den halben Garten, sogar im Hochsommer.

Da ist guter Rat teuer und Baumschnitt (leider) die Antwort.

Dem zuzustimmen fällt mir, seit ich das Buch von Peter Wohlleben lese, nicht so leicht. "Das geheime Leben der Bäume" lässt mich zumindest das Beschneiden aus einem anderen Blickwinkel sehen und ich würde ihn lieber an einem Waldrand nach Herzenslust wachsen sehen, als sich der Größe eines Koloniegartens "beugen".

Seinen Früchten die verdiente Aufmerksamkeit zu schenken, bin ich seit fast einer Woche (mit Pause) dabei. Waldemar, unser Berufsgärtner und Vereinsvorsitzender hat etwa den halben Baum beschnitten und ich bin bei ca 40 Kilo gepflückten Kirschen angelangt, nicht gezählt ist die Menge, die andere Gartenbesitzer nach der allgemeinen Pflückeinladung mitgenommen haben.

Erste Ermüdungserscheinungen zeigen sich, obwohl ich mir die Arbeit so leicht wie möglich mache. Meditativ ist die Pflückarbeit auch und wahrscheinlich der Grund des Durchhaltevermögens.

Das Geschenk der Ausdauer: Der Baum bleibt erhalten, der Garten bekommt wieder genug Sonne, die Tierwelt ihren Anteil und am Ende bleibt ...  Saft. 


15. Juli 2017

Teabag-Sayings - Zitat im Bild

Ich war überzeugte Frühstücks-Kaffeetrinkerin, bis ich mit einem ganz speziellen Gewürztee Bekanntschaft gemacht habe. Damals begann die Kaffeeherrschaft zu wanken und so ist das bis heute.

Heißes Wasser, darin die Gewürzmischung im Beutel 7 Minuten ziehen lassen, heiße Milch dazu ...fertig.

Und nicht nur der Tee spricht meine Sinne an. Ganz nach Art des indischen Subkontinents ist der bunten Aufdruck außen gestaltet und verrät die Herkunft der ayurvedischen Teespezialität. Leider hat man die Mustervielfalt der Mandalatechnik im Inneren der Kartonverpackung aufgegeben.


Dafür gibt es kleine rote Fähnchen an jedem Teebeutel, die zu lesen, sich jedesmal lohnt.





Die Teabag-Sayings gehe zu 



8. Juli 2017

Achtung giftig! - Momentaufnahmen


Eine kleine Walze in Querstreifen bahnte sich ihren Weg auf der Pflanze am steinigen Ufer der Insel Händelöp. Und damit aus ihr im kommenden Jahr ein wunderschöner "Schwalbenschwanz" werden kann, hat Mutter Natur ausgiebig in die Farbkiste gegriffen.

"Achtung giftig" heißt das Signal und warnt alle potentiellen Fressfeinde, sich an dem Wonneproppen gütlich zu tun. Er selbst kennt nichts anderes als fressen. Groß und stark zu sein für den wahrlich nicht einfachen Prozess der Metamorphose, ist das allein gültige Ziel.




5. Juli 2017

Ein Tropfen auf den heißen Stein?

Gesehen habe ich den Hjorten das erste Mal 1985 auf unserer ersten Schwedenreise. Damals konnte ich nicht wissen, dass sein Wasser einmal aus meinem Wasserhahn daheim fließen würde.



So wandeln sich die Zeiten. Aber nicht nur für mich.

Gesehen habe ich auch, das veränderte Bild des Sees. Mit den Jahren wurde der Schilfgürtel breiter und im See entstanden mehr Inseln, ein Zeichen für den sinkenden Wasserspiegel.

Das mit den langen Trockenperioden begann vor ein paar Jahren. Der See macht, was jeder der anderen 89 999  Seen tun würde, er verlandet allmählich. Schon hat die Stadt einen zweiten See, weiter im Landesinneren, als Wasserlieferanten mit dem Wasserwerk verbunden. Gerade im Sommer, wenn sich die Einwohnerzahl durch die Besucher verdoppelt, wäre Wassermangel das reine Chaos.

Ob die Regenfälle der vergangenen Woche ein "Tropfen auf den heißen Stein" sind, weiß ich nicht. Aber angesichts der Fluten war es mal ganz interessant sich vorzustellen, wieviel der Hjorten davon abbekommt. Die Zahlen sind ganz und gar beeindruckend, finde ich:

Auf den 3,86 Quadratkilometer großen See fielen in 24 Stunden:

1 Milliarde 158 Millionen Liter Regenwasser.

Kaum zu glauben, nicht wahr? Nach dem schwedischen Wetterinstitut (SMHI) fielen an diesem Tag 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Nur, wohin ist diese "Zahl" verschwunden?

Gesehen habe ich nämlich davon ... nichts.




1. Juli 2017

Im Halbschlaf



Er klingt wie eine Aufforderung, morgens um 4 Uhr ... oder auch früher. Sein "Qui, qui", kurz und knapp aus einer niedrigeren Tonlage in eine höhere gezogen, ist das einzig Hörbare in der Windstille.

Der Gesang (?) ist durchdringend. Mein Ohr ist darauf geeicht und wartet regelrecht auf das nächste "Qui". Die Decke darübergezogen, ist wenig hilfreich. Er muss auf einem Zweig ganz in Fensternähe sitzen.

Dann entsteht eine längere Pause. "Wo ist das Gartenrotschwänzchen geblieben?", fragt sich meine wach gewordene innere Stimme; jetzt leicht beunruhigt.

"Quit, quit" ... antwortet es von viel weiter weg, aber immer noch gut hörbar und ich muss unwillkürlich lächeln.


26. Juni 2017

Magische Mottos im Juni - Don't



Don't?

 - "I don't know" -, damit löste sich der Knoten für eine Form der Themenbearbeitung für

                                       Paleicas Junithema


Selbiges hat es "in sich". Meine Interpretation von "DON'T" ist nicht die Nicht-Beachtung fotografischer Regeln (dazu kann ich das Metier noch zu wenig). Dafür entstand die Idee etwas Abstraktes bildhaft werden zu lassen. Wenn das abstrakte Wort bildhaft werden soll, braucht es einen wortwörtlichen Zusatz. Dem Bildbetrachter bleibt es vorbehalten dem Fotos jenen "Sinn" zu geben.