18. Januar 2017

Flindrikin - Feine Flocken fallen


Der Winter hat viele Gesichter.

Wo vor ein paar Tagen noch wirbelnder Schnee in dichten Wolken über die Wiese fegte, fallen die feinen Flocken glitzernd im Sonnenlicht, bauen weiße Mäuerchen auf Äste und Türmchen in Astgabeln.

Stundenlang könnte ich am Fenster sitzen, die bewegte Welt beobachtend in Gedanken versunken. Mir fällt ein, die Inuit haben nicht nur ein Wort für Schnee. Plötzlich wird mir klar, wie sich die verschiedenen Wörter ergeben haben. Menschen, die im Schnee leben, leben mit dem Schnee. Die Ausdrucksweise macht ohne Umschweife deutlich, wie das Wetter ist.

Soweit, so gut! In der Welt ist richtig, so lange nichts anderes diese Gültigkeit in Frage stellt und schließlich ablöst.

Menschlicher Forscherdrang fand heraus, dass die schottische-gälische Sprache (keltischen Ursprungs) viel mehr verschiedene Ausdrücke für Schnee kennt.

So sah ich heute "flindrikin" und vor ein paar Tagen "feefle". 419 weitere Schneearten unterschieden die Schotten in ihrer alten Sprache. Das zeigt, wie wichtig für sie die Kommunikation des Wettergeschehens gewesen ist. Was für uns "kitchentalk" ist, war für die Schotten der Vergangenheit lebenswichtig.

Kommentare:

  1. olann schrieb:

    "Fabulös und viel mehr als hier im flachen Grenzland".

    PS ich habe den Beitrag "Feine Feenflocken fallen" versehentlich schon online gestellt und mir erlaubt Deinen Kommentar "rüberzuziehen".
    Beate

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  2. die verschiedene Ausdrücke für Schnee finde ich toll und was so jeder die Bedeutung hat mit dem Umgang vom Schnee... zu sehen würde ich auch gerne den Schnee. Einmal da hatte er schon aufgehört zu schneien, das eine Mal nur Hagelkörner ... dein Foto ist grossartig so verliebt man sich sofort darin..!
    Lieben Gruss Elke

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  3. oh Du glückliche wenn Du solche Ausblicke direkt vom Fenster genießen kannst...da kommt bestimmt mal das ein oder andere Tierchen vorbei :)
    Viel Spaß beim beobachten und genießen!

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