15. Juli 2017

Teabag-Sayings - Zitat im Bild

Ich war überzeugte Frühstücks-Kaffeetrinkerin, bis ich mit einem ganz speziellen Gewürztee Bekanntschaft gemacht habe. Damals begann die Kaffeeherrschaft zu wanken und so ist das bis heute.

Heißes Wasser, darin die Gewürzmischung im Beutel 7 Minuten ziehen lassen, heiße Milch dazu ...fertig.

Und nicht nur der Tee spricht meine Sinne an. Ganz nach Art des indischen Subkontinents ist der bunten Aufdruck außen gestaltet und verrät die Herkunft der ayurvedischen Teespezialität. Leider hat man die Mustervielfalt der Mandalatechnik im Inneren der Kartonverpackung aufgegeben.


Dafür gibt es kleine rote Fähnchen an jedem Teebeutel, die zu lesen, sich jedesmal lohnt.





Die Teabag-Sayings gehe zu 



8. Juli 2017

Achtung giftig! - Momentaufnahmen


Eine kleine Walze in Querstreifen bahnte sich ihren Weg auf der Pflanze am steinigen Ufer der Insel Händelöp. Und damit aus ihr im kommenden Jahr ein wunderschöner "Schwalbenschwanz" werden kann, hat Mutter Natur ausgiebig in die Farbkiste gegriffen.

"Achtung giftig" heißt das Signal und warnt alle potentiellen Fressfeinde, sich an dem Wonneproppen gütlich zu tun. Er selbst kennt nichts anderes als fressen. Groß und stark zu sein für den wahrlich nicht einfachen Prozess der Metamorphose, ist das allein gültige Ziel.




5. Juli 2017

Ein Tropfen auf den heißen Stein?

Gesehen habe ich den Hjorten das erste Mal 1985 auf unserer ersten Schwedenreise. Damals konnte ich nicht wissen, dass sein Wasser einmal aus meinem Wasserhahn daheim fließen würde.



So wandeln sich die Zeiten. Aber nicht nur für mich.

Gesehen habe ich auch, das veränderte Bild des Sees. Mit den Jahren wurde der Schilfgürtel breiter und im See entstanden mehr Inseln, ein Zeichen für den sinkenden Wasserspiegel.

Das mit den langen Trockenperioden begann vor ein paar Jahren. Der See macht, was jeder der anderen 89 999  Seen tun würde, er verlandet allmählich. Schon hat die Stadt einen zweiten See, weiter im Landesinneren, als Wasserlieferanten mit dem Wasserwerk verbunden. Gerade im Sommer, wenn sich die Einwohnerzahl durch die Besucher verdoppelt, wäre Wassermangel das reine Chaos.

Ob die Regenfälle der vergangenen Woche ein "Tropfen auf den heißen Stein" sind, weiß ich nicht. Aber angesichts der Fluten war es mal ganz interessant sich vorzustellen, wieviel der Hjorten davon abbekommt. Die Zahlen sind ganz und gar beeindruckend, finde ich:

Auf den 3,86 Quadratkilometer großen See fielen in 24 Stunden:

1 Milliarde 158 Millionen Liter Regenwasser.

Kaum zu glauben, nicht wahr? Nach dem schwedischen Wetterinstitut (SMHI) fielen an diesem Tag 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Nur, wohin ist diese "Zahl" verschwunden?

Gesehen habe ich nämlich davon ... nichts.




1. Juli 2017

Im Halbschlaf



Er klingt wie eine Aufforderung, morgens um 4 Uhr ... oder auch früher. Sein "Qui, qui", kurz und knapp aus einer niedrigeren Tonlage in eine höhere gezogen, ist das einzig Hörbare in der Windstille.

Der Gesang (?) ist durchdringend. Mein Ohr ist darauf geeicht und wartet regelrecht auf das nächste "Qui". Die Decke darübergezogen, ist wenig hilfreich. Er muss auf einem Zweig ganz in Fensternähe sitzen.

Dann entsteht eine längere Pause. "Wo ist das Gartenrotschwänzchen geblieben?", fragt sich meine wach gewordene innere Stimme; jetzt leicht beunruhigt.

"Quit, quit" ... antwortet es von viel weiter weg, aber immer noch gut hörbar und ich muss unwillkürlich lächeln.