5. Juli 2017

Ein Tropfen auf den heißen Stein?

Gesehen habe ich den Hjorten das erste Mal 1985 auf unserer ersten Schwedenreise. Damals konnte ich nicht wissen, dass sein Wasser einmal aus meinem Wasserhahn daheim fließen würde.



So wandeln sich die Zeiten. Aber nicht nur für mich.

Gesehen habe ich auch, das veränderte Bild des Sees. Mit den Jahren wurde der Schilfgürtel breiter und im See entstanden mehr Inseln, ein Zeichen für den sinkenden Wasserspiegel.

Das mit den langen Trockenperioden begann vor ein paar Jahren. Der See macht, was jeder der anderen 89 999  Seen tun würde, er verlandet allmählich. Schon hat die Stadt einen zweiten See, weiter im Landesinneren, als Wasserlieferanten mit dem Wasserwerk verbunden. Gerade im Sommer, wenn sich die Einwohnerzahl durch die Besucher verdoppelt, wäre Wassermangel das reine Chaos.

Ob die Regenfälle der vergangenen Woche ein "Tropfen auf den heißen Stein" sind, weiß ich nicht. Aber angesichts der Fluten war es mal ganz interessant sich vorzustellen, wieviel der Hjorten davon abbekommt. Die Zahlen sind ganz und gar beeindruckend, finde ich:

Auf den 3,86 Quadratkilometer großen See fielen in 24 Stunden:

1 Milliarde 158 Millionen Liter Regenwasser.

Kaum zu glauben, nicht wahr? Nach dem schwedischen Wetterinstitut (SMHI) fielen an diesem Tag 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Nur, wohin ist diese "Zahl" verschwunden?

Gesehen habe ich nämlich davon ... nichts.




Kommentare:

  1. da sieht man mal wieder wie wenig der See Wasser hatte wenn so viel runter gekommen ist und kaum sichtbar ist.
    Schön sieht der See aus, nun hoffentlich dass er nicht wieder zu arg sinkt der Wasserpegel, ich kann mich noch entsinnen als du mal geschrieben hast mit dem Wasserknappheit bei dir!
    Wahnsinn was so vom Himmel runter kommen kann stimmt das kann man nur von den Zahlen wissen..
    Was macht dein Garten?
    Ich wünsche dir eine schönen Juli!
    Lieben Gruss Elke

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  2. Liebe Elke,
    mein Garten hat das viele Wasser gerne genommen, denn Regen ist besser als das Gießen mit der Kanne. Der sandige Boden "verschluckt" das meiste in kurzer Zeit. Mich hast Du gerade auf die Idee gebracht, mal wieder etwas über den Garten zu schreiben :-).
    Lieben Dank auch für Dein Feedback!

    Wunderbare Tage wünscht Dir
    Beate

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  3. Ein schöner See, so richtig wild-romantisch mit seiner Insel - auch wenn sie dem Wassermangel geschuldet ist.
    Unserem See hier sieht man an, dass es wie aus Badewannen gegossen hat. Der Wasserspiegel ist ordentlich gestiegen. Aber im Wald ist alles schon wieder trocken. Sandiger Boden eben.
    Lieben Gruß
    Katala

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  4. Hallo Beate,

    ein sehr schöner See, bei dem man sich jedoch nicht vorstellen kann, wo die Wassermassen abgeblieben sind, was wiederum zeigt das es noch größere Mengen sein müssen die durch die langen Trockenperioden verschwunden sein müssen.
    Bei uns ist es eher umgekehrt. Durch die immer häufiger auftretenden Stürme holt sich das Meer unser Land und deshalb müssen wir immer wieder künstliche Anlandungen anlegen, und das obwohl wir auch einige trockene Sommer hinter uns haben.

    Viele Grüße
    Nachtfalke

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