21. Juli 2017

Vom Wandel und was am Ende bleibt.

Es dauerte eine Weile, bis ich den idealen Platz für den Überblick gefunden hatte. Dann war ich nicht schlecht erstaunt, wie sehr der Kirschbaum den Garten inzwischen dominiert.


Mit dem Rückzug der Sonne wurden die Schatten merklich länger und die Schattenplätze im Garten mehr, was die sonnenhungrigen unter den Pflanzen zu seinen "Füßen" ziemlich schnell quittierten. Der Kirschbaum beschattet mit seiner Höhe spielend den halben Garten, sogar im Hochsommer.

Da ist guter Rat teuer und Baumschnitt (leider) die Antwort.

Dem zuzustimmen fällt mir, seit ich das Buch von Peter Wohlleben lese, nicht so leicht. "Das geheime Leben der Bäume" lässt mich zumindest das Beschneiden aus einem anderen Blickwinkel sehen und ich würde ihn lieber an einem Waldrand nach Herzenslust wachsen sehen, als sich der Größe eines Koloniegartens "beugen".

Seinen Früchten die verdiente Aufmerksamkeit zu schenken, bin ich seit fast einer Woche (mit Pause) dabei. Waldemar, unser Berufsgärtner und Vereinsvorsitzender hat etwa den halben Baum beschnitten und ich bin bei ca 40 Kilo gepflückten Kirschen angelangt, nicht gezählt ist die Menge, die andere Gartenbesitzer nach der allgemeinen Pflückeinladung mitgenommen haben.

Erste Ermüdungserscheinungen zeigen sich, obwohl ich mir die Arbeit so leicht wie möglich mache. Meditativ ist die Pflückarbeit auch und wahrscheinlich der Grund des Durchhaltevermögens.

Das Geschenk der Ausdauer: Der Baum bleibt erhalten, der Garten bekommt wieder genug Sonne, die Tierwelt ihren Anteil und am Ende bleibt ...  Saft. 


Kommentare:

  1. Hallo Beate,

    das ist wirklich ein Wahnsinnsbaum. Es ist sehr gut nachvollziebar dass Du den Baum nicht beschneiden lassen möchtest. Dein Fleiß hat sich auf jeden Fall gelohnt.

    Viele liebe Grüße
    Nachtfalke

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  2. Beautiful photos! Warm greetings from Montreal, Canada. :)

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  3. mitten drin so ein grosser schöner Kirschbaum und wenn er immer mehr Schatten ab wirft bringt es ja nicht ihn so zulassen nur gut dass jemand da war ihn zu beschneiden und jetzt kannst du ihn behalten!
    Das kann ich mir vorstellen dass die Tierwelt ihn auch liebt mit seinen Früchten.
    Da hattest du viel Arbeit aber auch leckeren Saft, der Lohn davon!
    Viel Freude mit deinem Garten
    Lieben Gruss Elke

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